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München-Beben

Kahn äußert sich erstmals: Steht der Boss des FC Bayern vor dem Aus? 

  • Aktualisiert: 21.04.2023
  • 16:38 Uhr
  • Joachim Vonderthann
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Stolpert FC-Bayern-Boss Kahn über das Champions-League-Aus der Münchner? Entsprechende Spekulationen machen derzeit die Runde. Jetzt hat sich der Vorstandschef selbst zu den Gerüchten geäußert.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern steht vor allem Vorstandschef Oliver Kahn in der Kritik.

  • Gerüchte machen die Runde, dass Kahn seinen Posten verlieren könnte.

  • Kahn äußert sich jetzt erstmals zu den Spekulationen - und gibt sich kämpferisch.

Schwache Leistungen der FC-Bayern-Spieler, ein verblüffender Trainerwechsel, das Aus im DFB-Pokal und jetzt auch noch in der Champions League: In der anhaltenden Krise des Münchner Rekordmeisters wird zunehmend auch Vorstandschef Oliver Kahn infrage gestellt. Gerüchte kursieren, wonach der Bayern-Boss seinen Posten verlieren könnte. Jetzt hat sich Kahn selbst zu den Spekulationen geäußert und sich kämpferisch gegeben. 

Kahn äußert sich zu Gerüchten über sein Aus

"Ich verschwende im Moment nicht eine Sekunde daran, mir über meinen Vertrag Gedanken zu machen, es geht immer um den FC Bayern", sagte der 53-Jährige am Donnerstagabend (20. April) der "Bild"-Zeitung. Nach dem CL-Aus gegen Manchester City betonte Kahn, "den FC Bayern wieder genau dorthin zurückzuführen, wo er hingehört: an die Spitze in allen Wettbewerben. Dafür werden wir jeden Stein umdrehen."

Die Bayern waren am Mittwoch gegen Manchester City nach einem 0:3 im Hinspiel durch ein 1:1 in der zweiten Partie in München zum dritten Mal nacheinander im Viertelfinale von Europas Königsklasse ausgeschieden. Auch im DFB-Pokal ist die Mannschaft des neuen Trainers Thomas Tuchel nicht mehr dabei. Im Kampf um die Meisterschaft haben die Münchner aktuell lediglich zwei Punkte Vorsprung vor Verfolger Borussia Dortmund.

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Bayern-Bosse nach CL-Aus unter Druck

Als die Bayern noch in allen drei Wettbewerben waren, entließen Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor rund vier Wochen den damaligen Trainer Julian Nagelsmann und ersetzten ihn durch Tuchel. Man habe die Saisonziele unter Nagelsmann in Gefahr gesehen, hieß es zur Begründung. Zwei der drei möglichen Titel wurden jetzt aber unter Tuchel bereits verspielt. Ob der Meistertitel zum elften Mal in Folge nach München geht, ist bei den durchwachsenen Leistungen des Star-Ensembles ebenfalls nicht sicher. Der überraschende Trainerwechsel und die damit entstandene Unruhe werden den beiden Bayern-Bossen jetzt zunehmend zur Last gelegt.

Aufgeheizt worden war die brisante Lage am Donnerstag durch einen Tweet des norwegischen TV-Experten und Ex-Nationalspielers Jan Aage Fjörtoft, der Spekulationen über die Kahn-Zukunft befeuerte. Dessen Ablösung sei "eine Frage der Zeit", schrieb Fjörtoft. Der Clubpräsident und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayern, Herbert Hainer, widersprach: "Nein, diese Gerüchte stimmen nicht", sagte Hainer auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Matthäus: Kahns Position nicht mehr "die stabilste"

Allerdings berichtete auch Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus davon, dass Kahn infrage gestellt werde. Der TV-Experte erzählte am Donnerstag bei RTL von einem Telefonat, bei dem der Name von Kahn auch genannt worden sei, "dass die Position ganz sicher nicht die stabilste mehr ist". Matthäus, der sich zuletzt eine öffentlichen Zoff mit Kahn geliefert hatte, forderte, dass sich der Vorstandschef und sein Sportvorstand Salihamidzic hinterfragen müssten. Das gelte auch für Präsident Hainer. Personelle Konsequenzen forderte Ex-Bayern-Profi Matthäus aber nicht zwingend. "Es muss gar keiner gehen, aber es müssen die Fehler, die gemacht worden sind, die müssen abgestellt werden", sagte er. 

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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