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Klimawandel

Küstenstadt versinkt: Diese Metropolregion geht unter

  • Aktualisiert: 26.09.2023
  • 09:41 Uhr
  • Emre Bölükbasi
Der Klimawandel bringt eine Millionenstadt in große Gefahr.
Der Klimawandel bringt eine Millionenstadt in große Gefahr.© Adobe Stock

Extremwetter, Überflutungen und Starkregen - was in weiten Teilen der Welt als Katastrophenfall gilt, ist in einer Millionenstadt inzwischen Normalität. Ihre Bewohner:innen sind täglich mehrere Stunden zuhause - die Stadt steht immer wieder unter Wasser.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Extremwetter sorgten dieses Jahr für viele Schlagzeilen.

  • Naturkatastrophen werden Experten zufolge immer öfter auftreten, doch in einer Stadt sind sie inzwischen Normalität geworden.

  • Täglich müssen Bewohner:innen mehrere Stunden zuhause verbringen, um sich vor den Fluten zu retten.

Überflutungen haben vor allem in diesem Jahr weltweit für verheerende Lagen gesorgt. Zuletzt riss eine Flutkatastrophe in Libyen Tausende Menschen in den Tod. Experten sehen den Klimawandel als Ursache für die Extremwetter, die in Europa künftig immer öfter auftreten sollen. Eine Millionenstadt ist aber inzwischen schon längst in den Bann dieses Schicksals gefallen: Chittagong in Bangladesch.

Die riesige Küstenstadt steht immer wieder unter Wasser. Chittagong sei "eine der zehn am schnellsten sinkenden Küstenstädte der Welt", berichtete "qantara.de" am Dienstag (12. September). In der Stadt mit knapp sechs Millionen Einwohnern bestimmen demnach die Gezeiten und der Anstieg und Abfluss der Fluten den Alltag der Menschen. 

Was sind die Folgen für die Stadt? Die Bewohner:innen bleiben dem Bericht zufolge täglich fünf bis sechs Stunden zuhause, um den Fluten zu entkommen. Heutzutage würden rund 69 Prozent der Stadt von den Gezeiten überschwemmt. Eine regelmäßig wiederkehrende Naturkatastrophe.

Hauptverantwortlich für die Lage in der Küstenstadt - der Klimawandel. Zwischen 2015 und 2020 habe Chittagong jährlich 2,39 Zentimeter Land verloren, berichtete "qantara.de" unter Berufung auf das Wissenschaftsmagazin "Geophysical Research Letters". Überdies sei der Meeresspiegel seit 1993 jährlich um etwa drei Millimeter gestiegen - eine doppelte Belastung für die Stadt.

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Auch menschliches Versagen ist laut "The Daily Star" für die katastrophale Lage in der Stadt verantwortlich. "Mit dem Bevölkerungswachstum und der ungeplanten Verstädterung der Stadt wurden Kanäle und Flüsse überbaut und die Stadtfläche vergrößert. Jetzt kann überschüssiges Regen- und Flutwasser weder von den Böden und Gewässern aufgenommen werden, noch kann es über das natürliche Abflusssystem abfließen", fasst das Blatt zusammen.

Das Kuriose: Viele Menschen in Chittagong seien wegen der Extremwetter in anderen Regionen des Landes dorthin gezogen. Die Folgen des Klimawandels folgten ihnen somit auch in ihre neue Heimatstadt.

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