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Spendenglück

Nach Colorado-Urteil zur US-Wahl: Klingelt jetzt Trumps Wahlkampfkasse?

  • Veröffentlicht: 21.12.2023
  • 13:44 Uhr
  • Emre Bölükbasi

US-Präsidentschaftskandidat Trump ist vom Wahlzettel in Colorado gestrichen worden. Was zunächst als eine Gefahr für die Kandidatur des Republikaners galt, entpuppt sich nun möglicherweise als große Chance: Nach dem Urteil könnten jetzt riesige Spendensummen an Trumps Kampagne fließen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Für Trump schien der Ausschluss aus den Colorado-Vorwahlen ein Rückschlag für die US-Wahl zu sein.

  • Manche Expert:innen sind sich aber sicher: Jetzt könnte ordentlich Geld in die Kassen des 77-Jährigen fließen.

  • Nach juristischen Niederlagen füllen Trump-Unterstützer:innen offenbar die Kassen des Präsidentschaftskandidaten auf.

Nach dem Ausschluss von Donald Trump von den Vorwahlen in Colorado für die US-Wahl 2024 könnten nun beachtliche Geldsummen die Spendenkasse des Präsidentschaftskandidaten füllen. Der 77-Jährige "feiere" gerade, sagte John Morgan, ein Anwalt aus Florida und wichtiger Geldbeschaffer für Präsident Joe Biden, am Donnerstag (21. Dezember) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Er prophezeite Trump eine "Bonanza der Geldbeschaffung", also eine ergiebige Quelle.

Morgans These stimmen andere Expert:innen zu. Das explosive Urteil aus Colorado wird laut Ford O'Connell, einem republikanischen Strategen aus Florida, ein Narrativ Trumps verstärken: Er sei das Opfer eines politisch motivierten Gerichtsverfahrens. Dem Strategen zufolge könnten somit sogar unentschlossene republikanische Wähler:innen künftig zum Lager des Ex-Präsidenten wechseln. "Wenn die Anklagen Trump zu einem deutlichen Vorsprung in den Vorwahlen verholfen haben, wird dies jede Debatte in der Basis darüber beenden, wer der republikanische Kandidat für 2024 sein wird", sagte O'Connell gegenüber Reuters.

Große Trump-Spenden nach juristischen Skandalen

Die Daten von Winred, der Fundraising-Plattform der Republikanischen Partei, liefern handfeste Argumente für die Thesen Morgans und O'Connells. Demnach fielen die besten Tage der Online-Spendensammlung für Trumps Wahlkampagne in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit seinen Anklagen und Anklageerhebungen zusammen.

Der erfolgreichste Tag der Online-Spendenaktion für den 77-Jährigen war demnach der 4. April, als Trump im Rahmen einer Schweigegeldaffäre in Manhattan vor Gericht gestellt wurde. Die Kampagne des Ex-Präsidenten habe allein an diesem Tag 3,9 Millionen US-Dollar an Spenden eingesammelt.

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Trump hat in dem Bundesstaat nicht viel zu verlieren, da ein Großteil der Wählerschaft dort demokratisch stimmt. Dennoch könnte das Urteil aus Colorado als Modell für andere Bundesstaaten fungieren, so Expert:innen.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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