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UKRAINISCHER PRÄSIDENT IN WASHINGTON

Ukraine-Krieg: Selenskyj besucht Biden

  • Aktualisiert: 21.12.2022
  • 17:27 Uhr
  • Joachim Vonderthann
Article Image Media

Seit dem Angriff Russlands auf sein Land hat der ukrainische Präsident Selenskyj kein ausländisches Land mehr besucht. Jetzt reist er überraschend in die USA. Dort wird er schon an diesem Mittwoch erwartet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der ukrainische Präsident Selenskyj besucht überraschend die USA.

  • Es ist seine erste Auslandsreise seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar.

  • Die USA wollen der Ukraine Patriot-Abwehrsysteme zur Verfügung stellen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute überraschend in Washington erwartet. Es ist seine erste Auslandsreise seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar. Die US-Regierung bestätigte am frühen Mittwochmorgen (21. Dezember) entsprechende Berichte.

Auch Selenskyj selbst bestätigte inzwischen seinen US-Besuch. "Ich bin in die USA abgeflogen, um die Stabilität und Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu stärken", teilte er auf Twitter mit. 

Selenskyj besucht Washington

Selenskyj wird in Washington unter anderem von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen und vor dem US-Kongress sprechen. Biden will den Angaben zufolge bei dem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen auch bekannt geben, dass die USA der Ukraine das Patriot-Flugabwehrsystem liefern werden.

Seit Kriegsbeginn am 24. Februar hat Selenskyj sein Land nicht verlassen. Für Auftritte auf der politischen Weltbühne - etwa beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau - ließ er sich stets digital aus der Ukraine zuschalten. Ins Kampfgebiet reiste der ukrainische Präsident bereits mehrmals - im Gegensatz zum russischen Machthaber Wladimir Putin, der bislang kein einziges Mal an der Front gewesen ist.

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Treffen mit US-Präsident Biden

Dem Weißen Haus zufolge haben Biden und Selenskyj während eines Telefonats Mitte Dezember erstmals über einen möglichen Besuch gesprochen. Später sei dann eine offizielle Einladung erfolgt. Der ukrainische Präsident wird bei seinem Besuch in der US-Hauptstadt ein volles Programm haben. Biden und Selenskyj planen eine gemeinsame Pressekonferenz. Am Mittwochabend (Ortszeit) soll Selenskyj vor dem US-Kongress eine Rede halten. Anschließend werde er die Heimreise antreten, hieß es weiter.

Die USA haben die Ukraine seit Beginn des Krieges mit milliardenschweren Militärhilfen unterstützt. Biden werde am Mittwoch ein weiteres Militärhilfe-Paket in Höhe von knapp zwei Milliarden US-Dollar ankündigen, teilte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung mit. Dieses werde auch das Patriot-Flugabwehrsystem enthalten. Die Ankündigung kommt nicht überraschend. Zuletzt gab es Berichte, wonach die US-Regierung eine solche Lieferung in Erwägung zieht.

US-Patriots gegen Russlands Angriffe

Das Luftverteidigungssystem Patriot dürfte die Karten in der von Russland angegriffenen Ukraine Experten zufolge neu mischen. Es kann Flugzeuge, Marschflugkörper, Drohnen oder Raketen auch in größerer Entfernung abwehren. Der hochrangige US-Regierungsvertreter sagte, die ukrainischen Streitkräfte würden in einem Drittland ausgebildet. Er machte dazu keine weiteren Angaben. Naheliegend und wahrscheinlich ist, dass Ukrainer - wie auch bei anderen Waffensystemen schon praktiziert - in Deutschland ausgebildet werden, beispielsweise auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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