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"Lage ist außergewöhnlich"

Wintereinbruch sorgt für Chaos: Autofahrer und Schüler sitzen in Hessen fest

  • Aktualisiert: 28.11.2023
  • 02:29 Uhr
  • Franziska Hursach
Bei einem Frontalzusammenstoß auf schneeglatter Straße ist ein 71 Jahre alter Mann im Landkreis Schwäbisch Hall ums Leben gekommen.
Bei einem Frontalzusammenstoß auf schneeglatter Straße ist ein 71 Jahre alter Mann im Landkreis Schwäbisch Hall ums Leben gekommen. © Fabian Koss/dpa

Ein Wintereinbruch mit heftigem Schneefall und Glätte sorgte in Deutschland für Chaos. Die Lage spitzte sich vor allem in Hessen zu. Die Feuerwehr warnte vor Lebensgefahr.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schnee und Glätte hat vor allem in Hessen zu einer "außergewöhnlichen Lage" geführt.

  • Es kam zu zahlreichen Unfällen, Menschen mussten aus ihren Autos gerettet werden und rund 30 Schüler:innen saßen in ihrer Schule in Bad Schwalbach fest. 

  • Das Schneechaos sorgte für tödliche Unfälle in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Der Wintereinbruch hat in mehreren Bundesländern für zahlreiche Unfälle und Gefahren auf den Straßen gesorgt. Besonders zugespitzt hatte sich die Lage am Montagabend (27. November) im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Dort saßen zahlreiche Autofahrer:innen in ihren Fahrzeugen fest oder mussten aus ihren Wagen gerettet werden. Das berichtet die örtliche Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Lage ist außergewöhnlich", sagte Kreisbrandmeister Michael Ehresmann der Deutschen Presse-Agentur.

Bäume fallen um wie Streichhölzer.

Kreisbrandmeister Michael Ehresmann

Bereits seit dem Mittag waren die Feuerwehren im Kreisgebiet im Einsatz. Der Rheingau-Taunus-Kreis habe einen Führungsstab eingerichtet, um die Unwetterlage zentral zu koordinieren. Das teilte die Kreisverwaltung mit.

Schnee-Chaos schließt Schüler ein

In einer Schule in Bad Schwalbach saßen am Abend außerdem rund 30 Schülerinnen und Schüler fest. Sie konnten nicht von ihren Eltern abgeholt werden, Busse verkehrten nicht mehr, erklärte der Kreisbrandmeister.

Zudem seien auf der Straße zwischen Kiedrich und Hausen vor der Höhe etwa 30 Fahrzeuge vom Schnee eingeschlossen gewesen. Etwa 100 Menschen, die nahe Eltville wegen umstürzender Bäume aus ihren Fahrzeugen gerettet werden mussten, wurden in einer Halle auf einem nahen Fabrikgelände untergebracht und versorgt.

Im Video: Neue Winterfront im Anmarsch: Hier soll es kräftig schneien

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Feuerwehr warnt: Es besteht Lebensgefahr

Aufgrund der Wetterlage rief die Feuerwehr alle Menschen in dem Landkreis auf, vorerst auf Autofahrten zu verzichten. Straßensperrungen sollten unbedingt beachtet und nicht leichtsinnigerweise umfahren werden. 

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westhessen in Wiesbaden berichtete, kam es auch andernorts im Taunus zu starken Beeinträchtigungen. Fahrzeuge, darunter auch Lastwagen, standen quer auf den Straßen, wodurch es an manchen Stellen kaum ein Durchkommen gab.

Tödliche Unfälle in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Eine 54-jährige Fahrerin kam am Montag ums Leben, als bei Denzerheide in Rheinland-Pfalz zwei Autos ineinander prallten. Der 69-jährige Fahrer des anderen Wagens wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Auch im Landkreis Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) kam ein 71 Jahre alter Mann bei einem Frontalzusammenstoß ums Leben. Der Unfall ereignete sich auf der Bundesstraße zwischen Rot am See und Blaufelden, wie ein Polizeisprecher in Aalen sagte. Für den 71-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zum Start in die neue Woche vor teils heftigem Schneefall mit Glätte in Hessen gewarnt. Am Dienstag (28. November) geht es laut DWD in vielen Teilen Hessens mit Schnee und Schneeregen weiter. Den Meteorologen zufolge ist weiterhin mit Glätte zu rechnen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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