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14-jähriger Mitschüler getötet

US-Serienmörder als Vorbild: Mordanklage gegen 14-Jährigen aus Lohr am Main

  • Veröffentlicht: 10.04.2024
  • 15:32 Uhr
  • Elena Dersch

Video: Redakteur Peter Johannsen

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Ein 14-Jähriger soll Anfang September in Lohr am Main einen gleichaltrigen Mitschüler aus Mordlust getötet haben. Vorbild für den Jungen war wohl der US-Serienmörder Jeffrey Dahmer. Der Prozess beginnt am 3. Mai.

Das Wichtigste in Kürze

  • Knapp sieben Monate nach dem Tod eines 14-Jährigen im fränkischen Lohr am Main ist die Mordanklage gegen den mutmaßlichen Täter zugelassen worden.

  • Nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft hat der 14-jährige Verdächtige aus reiner Mordlust gehandelt - unter Vorbild des amerikanischen Serienmörders Jeffrey Dahmer (Netflix-Serie).

  • Das Gericht hat für das Verfahren 17 Verhandlungstage bis zum 9. August eingeräumt.

  • Bei Mord beträgt das Höchstmaß der Jugendstrafe zehn Jahre.

Inhalt

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Mordanklage gegen mutmaßlichen Täter

Gut sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 14-Jährigen im fränkischen Lohr am Main ist die Mordanklage gegen den mutmaßlichen Täter zugelassen worden.

Der Prozess gegen den ebenfalls 14-Jährigen soll am 3. Mai vor dem Landgericht Würzburg beginnen, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Zuvor hatte das "Main-Echo" berichtet. Die Öffentlichkeit ist in dem Verfahren vor der Jugendkammer ausgeschlossen. Dies ist laut Gesetz immer der Fall, wenn sich das Verfahren ausschließlich gegen einen Jugendlichen richtet.

Tat wohl aus reiner Mordlust

Nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft hat der Verdächtige aus reiner Mordlust gehandelt - nach dem Vorbild des amerikanischen Serienmörders Jeffrey Dahmer. "Er hat die Tat nur begangen, um jemanden zu töten", sagte ein Sprecher der Behörde zur Anklageerhebung.

Dahmer, der eine der grausigsten Mordserien der USA verübte und über den es eine Netflix-Serie gibt, zerstückelte seine mindestens 17 männlichen Opfer zwischen 1978 und 1991 und aß Leichenteile.

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Mord durch Kopfschuss von hinten

Der angeklagte Deutsche soll sein Opfer am 8. September 2023 auf einem Schulgelände der Kleinstadt Lohr im Landkreis Main-Spessart mit einem Kopfschuss von hinten getötet haben. Die Tatwaffe, eine Neun-Millimeter-Pistole, gehörte legal einem Nachbarn des Angeklagten. Wie der Schüler an die Pistole kam, ist öffentlich nicht bekannt.

Ein 15-Jähriger hatte die Polizei am Tattag, einem Freitag in den Sommerferien, auf die Geschehnisse aufmerksam gemacht. Wenig später entdeckten Beamte den toten 14-Jährigen. Er war italienischer Staatsbürger und wohnte seit Jahren in Lohr.

Jugendstrafe maximal zehn Jahre

Für das Verfahren hat das Gericht bis zum 9. August 17 Verhandlungstage terminiert. Für Jugendliche beträgt bei Mord das Höchstmaß der Jugendstrafe zehn Jahre. Sicherungsverwahrung ist aber laut Gericht unter engen Voraussetzungen möglich.

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  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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