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Unterschätzte Geschmacksrichtung

Extrem positive Wirkung von Bitterstoffen: Diese Vorteile bieten dir Bittertropfen

  • Aktualisiert: 23.04.2024
  • 17:30 Uhr
Bitterstoffe haben eine positive Wirkungen auf die Gesundheit und helfen beim Abnehmen.
Bitterstoffe haben eine positive Wirkungen auf die Gesundheit und helfen beim Abnehmen.© IMAGO/Westend61

Bittere Lebensmittel sind unbeliebt. Bereits im Kindheitsalter geht der Körper in Abwehrhaltung, wenn etwas Bitteres auf der Zunge landet. Dabei bringt der gewöhnungsbedürftige Geschmack viele Vorteile mit sich: Bitterstoffe sind gesund und können eine positive Wirkung auf Verdauung, Fettstoffwechsel und Immunsystem haben.

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Was sind Bitterstoffe?

Bitterstoffe sind verschiedene chemische Verbindungen, die in Pflanzen vorkommen. Sie können sehr unterschiedlich sein, haben aber eine Gemeinsamkeit: Sie schmecken bitter. Neben süß, salzig, sauer und umami ist bitter eine der fünf Geschmacksrichtungen, die der Mensch empfinden kann. Zu den Bitterstoffen gehört unter anderem das Cynarin, enthalten in Artischocken. Außerdem Naringin, welches in Grapefruits vorkommt und das Lactucin aus bitteren Salatsorten.

Besonders in den letzten Jahren sind die Bitterstoffe in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, denn ihnen werden verschiedene positive Eigenschaften auf die Gesundheit nachgesagt. Sie sind mit der Zeit aus unserer Nahrung verschwunden, denn wir nehmen zu viele industriell produzierte Nahrungsmittel auf, die hauptsächlich die Geschmäcker süß und salzig propagieren. Auch aus natürlichen Quellen wie Brokkoli oder Chicorée wurden die Bitterstoffe im Laufe der Jahre herausgezüchtet, um den Geschmack ansprechender für die Massen zu machen.

Im Video: So kurbeln Bitterstoffe deinen Stoffwechsel an

Der Unterschied zwischen schädlichen und gesunden Bitterstoffen

Dass unser Körper mit Ablehnung reagiert, wenn wir etwas Bitteres schmecken, hat einen evolutionären Hintergrund. Giftige Pflanzen produzieren häufig Bitterstoffe, um Fressfeinde abzuwehren. Essen wir etwas Bitteres, sendet der Körper ein Warnsignal: "Nicht essen, könnte gefährlich sein". Kinder reagieren daher noch sensibler auf bittere Geschmäcker, denn ihr körpereigenes Abwehrsystem ist noch nicht ausgewachsen, was sie potenziell gefährliche Nahrung sofort ausspucken lässt.

Grundsätzlich ist die Abwehrreaktion auf giftige Pflanzen also etwas Gutes. Es gibt aber einen Unterschied zwischen der extremen Bitterkeit giftiger Pflanzen und der leichten Bitterkeit von Nahrungspflanzen. Wir reagieren sehr empfindlich auf bereits leichte Bitternoten. Das liegt nicht nur daran, dass bitter in unserer heutigen Nahrung nicht mehr so oft vorkommt, sondern auch daran, dass unsere Geschmacksknospen auf der Zunge sehr viel stärker bittere Noten registrieren als süß oder salzig. Dazu kommt, dass bitter bereits bei minimaler Menge als unangenehm empfunden wird, während das bei salzig erst in großen Dosen so ist. Unser Körper kann also nicht richtig unterscheiden, wann bitter gesund und wann ungesund ist. An gute Bitterstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln wie Artischocken oder Löwenzahn müssen wir uns erst wieder gewöhnen. Das kann aber trainiert werden, indem der Nahrung täglich vermehrt Bitterstoffe zugesetzt werden.

Manche Lebensmittel entwickeln allerdings einen verstärkten Bitter-Geschmack, wenn sie verdorben sind. Dazu gehören zum Beispiel Zucchini oder Kürbis. Sie bilden nach einer Zeit Cucurbitacine, die als Zellgift wirken und Magen-Darm-Probleme auslösen können. Diese Gemüsesorten am besten im Rohzustand probieren, bevor sie gekocht werden. Auch Kartoffeln entwickeln einen giftigen Bitterstoff, das Solanin. Grünliche oder stark keimende Kartoffeln deswegen besser wegwerfen.

Im Clip: Das verrät deine Zunge über deine Gesundheit

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Diese Lebensmittel enthalten natürliche Bitterstoffe

Wer natürliche Bitterstoffe in seine Ernährung einbauen will, kann zu diesen Lebensmitteln greifen.

Bitteres Gemüse:

  • Grüne Paprika
  • Artischocken
  • Radieschen
  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Aubergine
  • Fenchel

Bitteres Obst

  • Pomelo
  • Grapefruit
  • Kumquat

Bitterer Salat:

  • Endivien
  • Chicorée
  • Radicchio
  • Rucola

Bittere Kräuter und Gewürze

  • Enzian
  • Löwenzahn
  • Salbei
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Koriander
  • Schnittlauch
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Muskatnuss
  • Anis

Du kannst dir auch einen Bitter-Tee aus verschiedenen Kräutern und Gewürzen zubereiten. Für den Tee die Kräuter übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Grüner Tee ist ebenfalls ideal als Bitter-Tee.

Wie gesund sind Bitterstoffe wirklich?

Bitterstoffen wird eine gesunde Wirkung nachgesagt. Auch die Forschung hat sich in den letzten Jahren vermehrt mit Bitterstoffen beschäftigt. Besonders die Erkenntnis aus verschiedenen Studien, dass Bitterstoff-Rezeptoren nicht nur im Mund vorkommen, sondern auch im Magen, Darm, Haut und Lunge, war der Startschuss für weitere Forschungen. Denn scheinbar hat die Aufnahme von Bitterstoffen eine wichtigere Funktion für den Körper als bisher angenommen, wenn sich überall Rezeptoren befinden. Diese Wirkung sollen Bitterstoffe auf unsere Gesundheit haben:

  • Verdauungs-Förderung: Bittertropfen regen die Produktion von Verdauungssäften an, was zu einer verbesserten Verdauung und Nährstoffaufnahme führen kann. Bereits beim Kauen reizen Bitterstoffe die Nerven auf der Zunge, was zur Speichelproduktion führt. Die Enzyme im Speichel fangen hier bereits an, die Nahrung zu zerlegen. Der bittere Geschmack signalisiert Magen und Darm, sofort mit der Zersetzung anzufangen. Deswegen können Bitterstoffe helfen, Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden zu lindern.
  • Leber: Bitterstoffe sind eine richtige Entgiftungskur für die Leber, denn sie stimulieren das Organ, mit der Produktion von Verdauungsenzymen zu beginnen. So wird sie beim Entgiften unterstützt und kann Schadstoffe ausscheiden.
  • Blutzucker: Einige Forschungen legen nahe, dass Bitterstoffe den Blutzucker-Spiegel regulieren können, indem sie die Insulin-Empfindlichkeit verbessern und die Glukose-Aufnahme in die Zellen fördern. Eine Studie, an der ein Forschungsteam der Universität Gießen beteiligt war, ergab, dass die Pflanzenstoffe aus der Bittergurke bei Menschen mit Prädiabetes den Blutzucker-Spiegel senken können.
  • Immunsystem und Herz-Kreislaufsystem: Bitterstoffen wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, was sie für den Einsatz bei der Krankheits-Bekämpfung relevant macht. Die Einnahme soll unser Immunsystem unterstützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.
  • Bitterstoffe zur Appetit-Kontrolle und zum Abnehmen: Bitterstoffe können den Appetit regulieren, denn sie führen zur Freisetzung des Hormons Cholecystokinin im Magen-Darm-Trakt. Das signalisiert dem Gehirn, mit dem Essen aufzuhören. So können Bitterstoffe ein frühes Sättigungsgefühl auslösen und Heißhungerattacken verhindern. Sie regen außerdem die Fettverdauung in der Leber an. Schlank mit Bitterstoffen ist also durchaus im Bereich des Möglichen.

Im Video: Was ist dran am Bitter-Hype?

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Einnahme von Bittertropfen: Das solltest du beachten

Bitterstoffe kommen zwar in verschiedenen Lebensmitteln vor, wir nehmen aber nicht genug davon zu uns. Deswegen kann es sinnvoll sein, die Bitterstoffe in Form von Extrakten aufzunehmen. Es gibt sie in Form von Bittertropfen, Kapseln oder auch Pulver. Je nach Wirkungs-Wunsch können sie zu verschiedenen Zeiten eingenommen werden. Vor dem Essen (circa 10 bis 30 Minuten) regen sie die Verdauung an und helfen bei der Regulierung des Appetits. Nach den Mahlzeiten können sie Beschwerden in Form von Völlegefühl und Blähungen lindern. Je nach Produkt sind verschiedene Dosierungen möglich. Bittertropfen und Pulver vor dem Schlucken etwa ein bis zwei Minuten im Mund lassen, damit die Bitterstoffe bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Empfindliche Menschen können auf die Zufuhr von Bitterstoffen mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall reagieren. Wer an Magengeschwüren oder Gallensteinen leidet, sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen. Auch wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du den Einsatz von Bitterstoffen ärztlich abklären lassen. Es gibt so viele verschiedene Arten von Bitterstoffen, eine Wechselwirkung mit Medikamenten kann nicht ausgeschlossen werden.

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Fazit: Bittertropfen: Diese Vorteile bieten Bitterstoffe

Bitterstoffe bieten eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen und werden besonders in der ganzheitlichen Medizin als Tonika und Heilmittel eingesetzt. Bittertropfen sind eine praktische und effektive Möglichkeit, Bitterstoffe in die Ernährung zu integrieren und von ihren positiven Wirkungen auf die Verdauung, den Blutzucker und das Immunsystem zu profitieren. Besonders ihr positiver Einfluss auf die Gewichtsabnahme hat sie in den letzten Jahren zu einem Trend werden lassen. In Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil können Bittertropfen dazu beitragen, das Gewichts-Ziel zu erreichen. Und keine Sorge: Du kannst den Körper an den bitteren Geschmack gewöhnen. Klappt bei Kaffee schließlich auch.

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