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Der Testosteronspiegel sinkt im Alter

Wechseljahre beim Mann: Wie erkennt man die Andropause bei Männern?

  • Aktualisiert: 02.06.2023
  • 11:00 Uhr
Auch Männer können in die Wechseljahre kommen. Welche Folgen das hat, klären wir hier.
Auch Männer können in die Wechseljahre kommen. Welche Folgen das hat, klären wir hier. © Adobe Stock

Hitzewallungen, Konzentrationsprobleme… Gibt es die Wechseljahre etwa auch bei Männern? Erfahre hier alle wichtigen Infos zu Symptomen, was es mit der Andropause auf sich hat und was man gegen typische Beschwerden tun kann.

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Haben Männer auch Wechseljahre?

Streng genommen gibt es die klassischen Wechseljahre bei Männern nicht. Das liegt daran, dass die Wechseljahre der Frau durch das Abnehmen der Geschlechtshormone innerhalb weniger Jahre gekennzeichnet sind. Bei Männern ist dies jedoch nicht der Fall. Dennoch zeigen Männer in der Lebensmitte ähnliche Symptome wie Frauen in den Wechseljahren. Die Wechseljahre beim Mann werden oft auch als Andropause oder als Klimakterium virile betitelt. In dieser Zeit produziert der männliche Körper weniger Testosteron (männliches Sexualhormon). Bei Männern können die Wechseljahre schon ab dem 35. Lebensjahr beginnen, da in diesem Alter die Testosteronproduktion jährlich um ungefähr 1,2 Prozent sinkt. Auch wenn die Wechseljahre bei Männern sehr früh anfangen, machen sie sich meist erst zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr bemerkbar.

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Wechseljahre bei Männern: Symptome

Die männlichen Sexualhormone nehmen nicht plötzlich ab wie bei Frauen. Vielmehr ist das ein jahrelanger Prozess. Deshalb treten die Beschwerden nicht sofort auf und sind ebenfalls nicht so ausgeprägt wie bei Frauen. Zudem verspüren nicht alle Männer Symptome wie Hitzewallungen oder einen abnehmenden Sexualtrieb. Grundsätzlich hat nur die Hälfte aller Männer mit Beschwerden zu kämpfen. Zu den häufigsten Symptomen gehören unter anderem:

  • vermehrtes Schwitzen
  • Muskeln nehmen ab und Bauchfett nimmt zu
  • Müdigkeit
  • Erektionsprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • anhaltende Antriebslosigkeit
  • Depression

Im Clip klärt Charlotte Karlinder, was passiert, wenn Männer in die Wechseljahre kommen

Stimmt es, dass Männer auch Wechseljahre haben?

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Hitzewallungen beim Mann

Ähnlich wie bei Frauen kann es auch bei Männern zu Hitzewallungen in den Wechseljahren kommen. Die Ursachen dafür können sehr verschieden sein. Die Hitzewallungen können durch einen niedrigen Testosteronspiegel ausgelöst werden, aber auch durch bestimmte Erkrankungen. Beispielsweise Allergien, Depressionen oder Unterzuckerung. Ist der männliche Körper konstantem Stress ausgesetzt, werden ununterbrochen Stresshormone ausgeschüttet. Das hat zur Folge, dass die kleinste Aufregung zu Hitzewallungen führen kann.

Hier gibt es außerdem Ayurveda-Tipps gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren.

Gewichtszunahme

Als weiteres Symptom der Wechseljahre des Mannes ist die Gewichtszunahme zu nennen. Das hängt mit der Abnahme des Testosteronspiegels zusammen. Wenn nicht mehr genügend Testosteron im Körper vorhanden ist, kommt es zur Abnahme der Muskelmasse. Diese ist wiederum ein wesentlicher Fettverbrenner. Anfangs kommt es meist unbemerkt, bis ein auffällig großer Bauch zu erkennen ist. Viele Männer bekommen in der Andropause den typischen runden Kugelbauch. Eine gesunde Menge Sport und gesunde Ernährung kann dabei helfen, die Gewichtszunahme zu vermeiden.

Die Wechseljahre beim Mann können zu Gewichtszunahme führen.
Die Wechseljahre beim Mann können zu Gewichtszunahme führen.© Adobe Stock
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Konzentrationsprobleme

Konzentrationsprobleme treten auf, wenn der Mann schlecht geschlafen hat oder sehr viel Stress in seinem Alltag hat. Vor allem psychische Belastungen, die mit der Andropause und den eigenen Erwartungen zusammenhängen, haben enormen Einfluss darauf. Dazu gehören beispielsweise Erektionsprobleme, die den Mann unter Druck setzen können. Wer permanent in einem Stresszustand ist, kann sich nur schwer fokussieren.

Abnehmende Muskelkraft

Aufgrund des zurückgehenden Testosteronspiegels nehmen Männer nicht nur leichter zu, sondern bauen gleichzeitig auch Muskelmasse ab. Diese ist vor allem in der zweiten Lebenshälfte schwerer aufzubauen oder die bereits vorhandene Muskelmasse aufrechtzuerhalten.

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Erektionsprobleme

Oft geht die Andropause des Mannes mit Erektionsstörungen (erektiler Dysfunktion) und Abnahme des Sexualtriebs einher. Im Durchschnitt sind 10 Prozent der Männer im Alter zwischen 40 und 50 Jahren davon betroffen. Die Ursache dafür ist ebenfalls der Testosteronmangel.

Antriebslosigkeit

Männer in den Wechseljahren sind oft psychischem Stress (Beziehungs- oder Familienprobleme) oder Überforderung bei der Arbeit ausgesetzt. Dauerhafter Stress hält den Körper in einem Anspannungszustand und fordert viel Energie. Wird die Energie ausgeschöpft, schaltet der Körper herunter und die Betroffenen fühlen sich antriebslos. Darüber hinaus haben manche Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr die bekannte Midlife-Crisis (Lebensmittekrise). Sie wissen nicht, in welche Richtung ihr Leben gehen soll und sind deshalb zum Beispiel nicht motiviert, sich morgens aufzuraffen.

Wenn Männer stetig müde und antriebslos sind, kann das eine Folge der Andropause sein.
Wenn Männer stetig müde und antriebslos sind, kann das eine Folge der Andropause sein.© Adobe Stock

Diagnose eines Testosteronmangels

Die Diagnose eines Testosteronmangels gestaltet sich recht unkompliziert. Wenn die typischen Symptome beim Mann auftreten, die auf einen Mangel an Testosteron hindeuten, kann eine Hausärztin oder ein Hausarzt aufgesucht werden. Mithilfe einer Blutuntersuchung wird festgestellt, ob ein Mangel vorliegt oder nicht. Sollte sich ein Testosteronmangel bestätigen, wird die Ärztin oder der Arzt die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Wechseljahre bei Männern: Behandlung der Symptome

Die Wechseljahre beim Mann lassen sich sowohl mit Medikamenten als auch mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten behandeln. Wenn die Blutuntersuchung bei der Ärztin oder dem Arzt ergeben hat, dass ein Testosteronmangel vorliegt, kann der Patient zunächst versuchen, seinen Lebensstil umzustellen. Die Ernährung in den Wechseljahren spielt dabei eine wichtige Rolle. Hierbei wird eine möglichst vitaminreiche und pflanzliche Kost empfohlen. Alkohol und Nikotin verschlimmern die Symptome der Andropause und sollten deshalb gemieden werden. Sport und viel Bewegung sorgen dafür, dass die Gewichtszunahme verhindert und die Hormonproduktion angekurbelt wird. Manche Männer entscheiden sich für eine Hormonersatztherapie. Hierbei wird Testosteron entweder in Form von Gel aufgetragen, welches über die Haut ins Blut gelangt oder mit Spritzen dem Körper zugeführt. Die letztgenannte Therapie kann jedoch Brustschmerzen verursachen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Prostatakrebs erhöhen. Als natürliche Alternativen gibt es Pflanzen, die die Symptome der Wechseljahre beim Mann abschwächen. Dazu gehören Brennnessel, Johanniskraut und Melisse, welche ganz einfach als Tee getrunken werden können.

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