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Unterschätzt und köstlich

Leckere DDR-Rezepte nachkochen: So gelingen dir klassische Kult-Gerichte wie Letscho, Kalter Hund & Co.

  • Aktualisiert: 08.02.2024
  • 13:30 Uhr
Letscho, Königsberger Klopse oder Kalter Hund - das sind nur einige von vielen typischen und köstlichen DDR-Gerichten. Wir haben fünf begehrte Ostalgie-Rezepte zusammengestellt.
Letscho, Königsberger Klopse oder Kalter Hund - das sind nur einige von vielen typischen und köstlichen DDR-Gerichten. Wir haben fünf begehrte Ostalgie-Rezepte zusammengestellt.© Adobe Stock

Ob herzhaft oder süß - mit kulinarischer Kreativität wurden in der ehemaligen DDR verschiedene Köstlichkeiten gezaubert, die bis heute Kult sind. Damit du mit uns zum Tag des Mauerfalls am 10. November in kulinarischer Ostalgie schwelgen kannst, und die leckeren Ostgerichte nicht in Vergessenheit geraten, gibt's hier 5 beliebte Rezepte zum Nachmachen. Viel Spaß bei der genüsslichen Zeitreise!

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Zu Zeiten der innerdeutschen Teilung (1949-1990) waren in der DDR nur manche Lebensmittel verfügbar, wodurch sich über die Jahre hinweg kreative und typische Ostgerichte entwickelten. Die Küche war damals von den Ostblockstaaten geprägt, sodass auch Gerichte wie Letscho oder Soljanka gerne gekocht und verspeist wurden. Doch auch weitere Leckereien wie Königsberger Klopse, Kalter Hund oder Quarkkeulchen kamen häufig auf den Tisch.

Letscho 

Das Schmorgericht kommt ursprünglich aus der ungarischen Küche, war jedoch auch in der DDR sehr angesagt. Die köstliche Komposition aus Paprika und Tomaten ist gesund und wirklich einfach nachzukochen!

Die Hausmannskost Letscho gibt es zwar fertig im Glas zu kaufen, jedoch lässt sich das Schmorgericht auch mit nur wenig Aufwand einfach selbst zubereiten - frei von möglichen Zusatzstoffen.
Die Hausmannskost Letscho gibt es zwar fertig im Glas zu kaufen, jedoch lässt sich das Schmorgericht auch mit nur wenig Aufwand einfach selbst zubereiten - frei von möglichen Zusatzstoffen.© Adobe Stock
  • Vorbereitungszeit 10 Min
  • Zubereitungszeit 20 Min
  • Gesamtzeit 30 Min
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Zutaten

500 g

Paprika, rot

500 g

Paprika, gelb

500 g

reife Tomaten

100 ml

Wasser

1

rote Zwiebel

1

Gemüsezwiebel

2

Knoblauchzehen

30 g

Butterschmalz

etwas

Salz, Pfeffer

etwas

Paprikapulver, edelsüß

1 Prise

Zucker

Zubereitung

  1. Schritt 1 / 3

    Paprika abwaschen, Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Tomaten ebenso säubern und für ca. 10 Minuten in heißes Wasser legen, sodass sich die Haut einfacher lösen lässt. Anschließend die enthäuteten Tomaten in Würfel schnippeln.

  2. Schritt 2 / 3

    Zwiebeln sowie Knoblauch schälen und zerkleinern. Butterschmalz in eine heiße Pfanne geben und zerlassen. Zwiebeln andünsten und anschließend den Knoblauch sowie etwas Paprikapulver dazugeben. Alles für knapp eine Minute anrösten. Danach die Paprikastreifen hinzugeben, untermischen und die Menge für rund fünf Minuten rösten lassen.

  3. Schritt 3 / 3

    Tomaten und das Wasser hinzufügen und nochmals zehn Minuten kochen lassen. Anschließend mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken sowie nach Belieben mit Paprikapulver nachwürzen. 

Das Schmorgericht wird übrigens in Ungarn gern mit einer Scheibe Brot genossen. In der DDR wurde es hingegen eher zu Grillspezialitäten, wie beispielsweise Schaschlik, serviert.

Tipp: Letscho wird häufig auch als Grundlage für andere Gerichte wie Soljanka verwendet. Wenn du gern auf Vorrat kochen möchtest, kannst du die Leckerei auch einfach in Einmachgläser abfüllen und im Kühlschrank lagern. Meal Prep at it's best!

Du fragst dich, wie du Lebensmittel lang anhaltend und leicht konservieren kannst? Dann haben wir hier alle Tricks und Tipps für dich. 

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Soljanka

Schnell, einfach und lecker - was will man mehr! Genau deshalb war und ist wohl Soljanka in ganz Osteuropa ein beliebtes Gericht. Der süß-säuerliche Geschmack ist echt lecker und je länger du den Eintopf ziehen lässt, desto intensiver schmeckt er.

Soljanka schmeckt nicht nur deftig-lecker, sondern lässt sich auch vielfach variieren - ob nun mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch.
Soljanka schmeckt nicht nur deftig-lecker, sondern lässt sich auch vielfach variieren - ob nun mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch.© Adobe Stock
  • Vorbereitungszeit 10 Min
  • Zubereitungszeit 80 Min
  • Gesamtzeit 90 Min

Zutaten

1 Bund

Suppengrün

400 g

Schweinefleisch aus der Oberschale

1

Lorbeerblatt

1

Zwiebel

80 g

Salami

80 g

Jagdwurst, fettarm

1

Paprika, rot

1

Paprika, gelb

300 g

Spitzkohl

100 g

Gewürzgurke

2 EL

Pflanzenöl

50 g

Tomatenmark

1 TL

Paprikapulver, edelsüß

etwas

Salz und Pfeffer

etwas

Petersilie

Zubereitung

  1. Schritt 1 / 5

    Das Suppengemüse gründlich waschen und in grobe Stücke würfeln. Einen Topf bereitstellen und etwa 1,5 l Wasser, das Fleisch und Lorbeerblatt dazugeben. Alles zum Kochen bringen, mit Salz würzen und anschließend für eine Stunde köcheln lassen.

  2. Schritt 2 / 5

    Das Fleisch aus der Suppe nehmen und in Streifen schneiden, sobald es etwas abgekühlt ist. Nun die Brühe durch ein Sieb gießen und beiseite stellen.

  3. Schritt 3 / 5

    Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Anschließend die Salami und Jagdwurst in ca. 1 cm große Würfel schnippeln. Paprikaschoten waschen, vierteln und in feine Scheiben schneiden. Spitzkohl vierteln und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Nun auch die Gewürzgurken würfeln.

  4. Schritt 4 / 5

    Öl in einem Kochtopf erhitzen und die Zwiebelringe anschwitzen. Die gewürfelte Salami und Jagdwurst dazugeben und kurz braten lassen. Paprikastreifen und Spitzkohl zufügen und etwas anschmoren. Danach die Gewürzgurken sowie das Tomatenmark hinzugeben und alles mit Paprikapulver, Salz sowie Pfeffer würzen.

  5. Schritt 5 / 5

    Die beiseite gestellte Brühe (ca. 1 Liter) unterrühren und aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren, die Fleischstreifen dazugeben und alles für rund 20 Minuten zugedeckt kochen lassen. Nach Bedarf nochmals etwas nachwürzen und servieren - wir wünschen einen guten Appetit!

Tipp:

  • Damit Soljanka richtig deftig und geschmacklich intensiver wird, den Eintopf am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  • Das Gericht kann beliebig abgewandelt werden: Hast du noch Essensreste im Kühlschrank? Füge sie einfach hinzu und freue dich auf ein etwas anderes Gaumenfest.

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Königsberger Klopse

Die gekochten Fleischklöße in cremiger Kapernsauce sind preußischen Ursprungs und waren in der DDR auch als Kochklopse bekannt. Bis heute ist das Gericht beliebt und zählt inzwischen zu den Klassikern der deutschen Küche. Auch wenn die Zubereitung etwas mehr Zeit beansprucht, lohnt es sich - und ist ideal für das Sonntagsessen mit der ganzen Familie geeignet!

Ein Klassiker der deutschen Küche: Königsberger Klopse! Mit diesem köstlichen Gericht machst du deinen Liebsten bestimmt eine große Freude.
Ein Klassiker der deutschen Küche: Königsberger Klopse! Mit diesem köstlichen Gericht machst du deinen Liebsten bestimmt eine große Freude.© Alex - stock.adobe.com
  • Vorbereitungszeit 15 Min
  • Zubereitungszeit 30 Min
  • Gesamtzeit 45 Min

Zutaten

250 g

Rinderhackfleisch

250 g

Schweinehackfleisch

1 Glas

Kapern

1 Liter

(klare) Fleischbrühe

375 ml

Brühe (von den Klößchen)

nach Belieben

Sardellenpaste

125 ml

Sahne

2

Eier

1

Eigelb

3 EL

Butter

2 EL

Mehl

2 EL

Paniermehl

1

Brötchen, in Milch eingeweicht

1

Lorbeerblatt

2

große Zwiebel

etwas

Zitronensaft

1 Prise

Zucker

3

Pimentkörner

3

Pfefferkörner

etwas

Salz, Pfeffer

  1. Schritt 1 / 8

    Für die Klößchen: Ein altbackenes Brötchen in Milch einweichen und anschließend etwas ausdrücken. Die Zwiebel schälen und in feine Stückchen hacken. Danach mit dem Brötchen, Hackfleisch, Eiern, Salz sowie Pfeffer in eine Schüssel geben und zu einem Fleischteig kneten.

  2. Schritt 2 / 8

    Paniermehl zugeben, um den Teig zu binden. Nach Bedarf etwas Sardellenpaste hinzufügen und Klopse formen.

  3. Schritt 3 / 8

    Für die Brühe: Die Zwiebel schälen und klein hacken. Danach mit Piment- und Pfefferkörnern, Salz sowie dem Lorbeerblatt in die Fleischbrühe geben und erhitzen.

  4. Schritt 4 / 8

    Die Klopse in die Brühe geben und etwa 10 Minuten kochen lassen. Dann die Pfeffer- und Pimentkörner sowie das Lorbeerblatt herausnehmen und die Klopse für weitere 10 Minuten in der Fleischbrühe ziehen lassen.

  5. Schritt 5 / 8

    Die Klößchen wieder herausnehmen und abdecken, sodass die Wärme nicht entweichen kann.

  6. Schritt 6 / 8

    Für die Kapernsoße: Butter oder Margarine erhitzen und das Mehl anschwitzen. Die Brühe unterrühren und somit ablöschen. Die Kapern abtropfen lassen und mit der Sahne hinzufügen. Die Soße sollte von jetzt an nicht mehr köcheln.

  7. Schritt 7 / 8

    Zitronensaft, Zucker, Salz sowie Pfeffer zugeben und abschmecken. Zum Eindicken ein Eigelb unterrühren.

  8. Schritt 8 / 8

    Nun die Klopse vorsichtig wieder in die Soße geben und nach Bedarf mit frischer Petersilie garnieren. Besonders gut passen dazu Salzkartoffeln.

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Im Clip: Königsberger Klopse

Blindflug am Kochtopf

Kalter Hund

Auch bekannt als Kalte Schnauze, Süße Wurst oder Lucullus war und ist der Schoko-Keks-Kuchen ein beliebter Klassiker. Das Kultrezept aus der ehemaligen DDR eignet sich perfekt für Geburtstage, Partys und Kaffeekränzchen. Die Besonderheit unseres Rezeptes: das Rum-Aroma in der Schokolade (natürlich auch alkoholfrei möglich).

Der Schoko-Keks-Kuchen zählt für viele zum Lieblingskuchen aus Kindheitstagen - und ist auch heute noch ein Highlight für Groß und Klein.
Der Schoko-Keks-Kuchen zählt für viele zum Lieblingskuchen aus Kindheitstagen - und ist auch heute noch ein Highlight für Groß und Klein.© Adobe Stock
  • Vorbereitungszeit 10 Min
  • Zubereitungszeit 360 Min
  • Gesamtzeit 370 Min

Zutaten

250 g

Kokosfett

100 g

Puderzucker

3 EL

Kakaopulver

2 Stücke

Eier

2 EL

Vanillezucker

etwas

Rumaroma

250 g

Butterkekse

Zubereitung

  1. Schritt 1 / 4

    Kastenform mit Backpapier auslegen oder mit etwas flüssigem Kokosfett einreiben.

  2. Schritt 2 / 4

    Kokosfett in der Mikrowelle oder über heißem Wasser schmelzen und abkühlen lassen. Gesiebten Puderzucker, Kakaopulver, Eier, Vanillezucker und das Rum-Aroma nach und nach hinzufügen und untermischen.

  3. Schritt 3 / 4

    Den Boden der Kastenform mit der Schokoladencreme bestreichen, eine Schicht Butterkekse hinzugeben und diese wiederum mit der Creme bedecken. Auf diese Weise alle Zutaten schichtweise verbrauchen und mit einer Butterkeks-Schicht enden.

  4. Schritt 4 / 4

    Den Kalten Hund für rund 6 Stunden kalt stellen und anschließend aus der Kastenform stürzen. In beliebig große Scheiben schneiden und servieren.

Quarkkeulchen

Optisch sehen sie aus wie kleine Pancakes, doch es handelt sich um fluffig, leckere Quarkkeulchen mit Kartoffeln. Die Süßspeise zählt zu den Klassikern aus Omas DDR-Küche und schmeckt garantiert allen. Ob nun süß mit Apfelmus und Zimt oder herzhaft mit beispielsweise Salat – sie sind einfach köstlich!

Kein Wunder, dass die Quarkkeulchen aus der ehemaligen DDR ein beliebtes Soul-Food sind. 
Kein Wunder, dass die Quarkkeulchen aus der ehemaligen DDR ein beliebtes Soul-Food sind. © Angelika Heine - stock.adobe.com
  • Vorbereitungszeit 15 Min
  • Zubereitungszeit 5 Min
  • Gesamtzeit 20 Min

Zubereitung

500 g

gekochte Pellkartoffeln (evtl. vom Vortag)

375 g

Magerquark

150 g

Mehl

65 g

Zucker

1

Ei

1 Prise

Salz

etwas

Zitronenabrieb

50 g

Rosinen

Zubereitung

  1. Schritt 1 / 4

    Die gekochten Kartoffeln pellen und reiben. Quark, Mehl, Zucker, Ei, Zitronenabrieb und etwas Salz hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten. Dabei sollte der Teig nicht zu feucht sein, wenn nötig kann etwas Mehl hinzugefügt werden. Anschließend die Rosinen unterarbeiten.

  2. Schritt 2 / 4

    Den Teig zu einer Rolle formen und in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Alternativ können auch mit der Hand kleine Puffer geformt werden.

  3. Schritt 3 / 4

    Die Quarkkeulchen nun mit etwas Mehl bedecken und in heißem Fett auf beiden Seiten goldgelb braten.

  4. Schritt 4 / 4

    Nach Belieben mit Zimt und Zucker bestreuen und/oder mit Apfelmus genießen.

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