Seit 2015 ist Bettina "Betty" Schliephake-Burchardt einer der Juroren bei "Das große Backen". In der Zeit hat sich einiges verändert – eine der größten Entwicklungen hat sich dabei in den letzten vier Jahren bei ihr getan, wie sie auf ihrem Instagram-Account verrät.

Betty nahm 30 Kilogramm ab

Am 25. September teilte sie einen Post, der zwei Bilder von sich gegenüberstellt. Zwischen ihnen liegen vier Jahre – und 30 Kilogramm. "4 Jahre und knapp 30 Kilo unterschied ... viel innerer Schweinehund und dann hat es irgendwann 'Klick' gemacht ... bewusstes Essen, Sport, aber trotzdem nicht verzichten müssen – gibt ja auch noch genug Essen, dass ich poste! Bin halt auch Genussmensch", schreibt sie dazu.

Ihre Fans sind begeistert

Auch ihre Follower freuen sich über Bettys Erfolg. "Respekt! Aber ich sehe auf beiden Bildern eine schöne Frau", schreibt eine Nutzerin zum Beispiel. Auch Jury-Kollege Christian Hümbs spart nicht mit lieben Worten. "Unglaublich, bin sehr glücklich, dass sich unsere Wege gekreuzt haben meine Große", kommentierte er unter das Bild.

Die Jurorin im Interview über das Abnehmen

Im Interview erklärt Betty, wie sie es ihr das Abnehmen gelungen. Auch ein paar Infos zu "Das große Backen" verrät sie.

Betty, wann hat es bei dir "Klick" gemacht? Kannst du den Moment beschreiben?

Betty: Eigentlich war das nicht geplant. Seit letztem Jahr habe ich wieder angefangen, Sport mit einer Fitness-Trainerin zu machen. Dann fielen die ersten Kilos und ich habe mir gedacht: "Na ja, gut, dann kannst du noch drei Kilo abnehmen." Als ich die runter hatte, ging es schrittweise weiter. Aber es war dann tatsächlich so, dass ich mir am ersten Januar gesagt habe: "So, jetzt probiere ich dann mal, acht Kilo runterzunehmen." Aber das kam plötzlich, dass es funktioniert hat.

War das ein klassischer Neujahres-Vorsatz?

Nein, überhaupt nicht. Das kam eher so aus der Langeweile am zweiten Januar und nach dem Motto: "Ach, lad dir mal die App runter. Kann ja nicht schaden." Plötzlich war das Abnehmen gar nicht so schwer. Plötzlich dachte ich: "Ach, das kannst du jetzt auch noch. Das Ziel schaffst du auch noch."

Welche Sportarten haben dir Motivation oder auch Freude gebracht?

Ich habe überhaupt keine Freude an Sport (lacht). Auch da gehe ich aber dosiert vor. Zweimal die Woche und orientiert an meinen Leistungen. Ich habe nicht das Ziel, dass ich einen Marathon laufen will oder dass ich jetzt unbedingt joggen will, sondern ich will mich einfach nur bewegen. 60 Minuten Bewegung und wenn es nur Spazierengehen ist, ist das immer noch mehr, als nur auf dem Sofa zu sitzen.

Wie hast du es geschafft, deinen Schweinehund zu überwinden? Hast du bestimmte Tricks?

Nicht zu groß zu denken. Ich habe ja schon einmal durch den Jojo-Effekt ein paar Kilos wieder zugenommen. Damals lief das unter dem Motto: "Ich will 20 Kilo abnehmen". 20 Kilo abnehmen – da kann ich auch sagen, ich will auf den Himalaja, das geht halt nicht. Man sollte sich wirklich kleine Schritte vornehmen, zum Beispiel fünf Kilo abnehmen oder das Ziel, eine bestimmte Strecke laufen zu können.

Gibt es bestimmte Gerichte oder Lebensmittel, die dir beim Abnehmen geholfen haben?

Ich habe tatsächlich Corona genutzt, um nicht mehr essen zu gehen und solche Sachen, da war das ja nicht mehr möglich. Ich habe hier ganz massiv auf Salate und auf Gemüse gesetzt. Auch Kartoffeln und Reis esse ich, aber der Fokus liegt auf Gemüse. Ich achte darauf: Wovon kann ich viel essen, ohne dass ich zu viel zunehme.

Bei welchen Leckereien wirst du auch mal schwach?

Ich habe mir nichts verboten. Komischerweise wurde mein Appetit auf Schokolade immer weniger und ich war davor ein totaler Schokoladen-Junkie, vor allem von einer bestimmten Marke. Davon kann ich immer noch einen Riegel essen, aber ich brauche keine Packung mehr. Ein Stück Kuchen geht immer, aber es dürfen nicht mehr zwei sein und es darf nicht jeden Tag sein. Wobei ich auch vier Wochen "Das große Backen" mit verkosten und keinen Sport machen überstanden habe. Aber ich musste schon ein bisschen darauf achten, nicht zuzunehmen. Wir verkosten ja auch alles. Ich habe mir da auch gesagt: Ich fange jetzt nicht an, mich zu kasteien und mir zu überlegen, wie viele Stücke Torte ich jetzt gerade gegessen habe. Vielmehr habe ich ein Motto beachtet: Ich übertreibe es jetzt einfach nicht und dann funktioniert es.

Erinnerst du dich an ein Backwerk aus deiner Zeit bei "Das große Backen", das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Das Problem ist: Es sind so viele tolle Kombinationen und immer, wenn man denkt, es geht nicht besser, dann kommt noch etwas anderes und eine andere Schicht. Was ich tatsächlich durch "Das große Backen" gelernt habe, ist, wie geil Ziegenkäse ist. Davor mochte ich ihn überhaupt nicht. Bananen mag ich immer noch nicht besonders gern, aber gut. Ein bestimmtes Backwerk kann ich nicht nennen. Es gab immer wieder Käsekuchen, wo ich sagte: "Boah, sind die lecker" oder wenn wir die Profis haben, gibt es jeden Tag Sachen, bei denen du sagst: "Boah, da könnte ich mich jetzt reinsetzen." Dann bin ich immer ganz froh, dass wir nur einen Bissen haben und ich die Gabel dann weglege.

Seid ihr beiden, du und Christian, euch auch mal uneinig? Was macht ihr in so einem Fall?

Ja, dadurch, dass wir unterschiedlich an die Sache rangehen. Aber wir können hervorragend miteinander diskutieren und jeder bringt seinen Standpunkt ein. Wir nähern uns dann irgendwo auf der Mitte einander an. Ich lerne viel von Christian. Christian hat auch schon viel von mir gelernt, glaube ich. Wenn wir eine Entscheidung treffen, sind wir uns immer einig.

Worauf freust du dich besonders vor einer neuen Staffel von "Das große Backen"?

Auf die neuen Kandidaten. Ich finde es immer total spannend, die Kandidaten kennenzulernen. Ich freue mich, gemeinsam mit ihnen diese Reise zu gehen und zu sehen, wie sie sich entwickeln. Manchmal haben wir Kandidaten, die ganz zurückhaltend sind und vielleicht auch ein bisschen schüchtern oder auch nicht mutig sind, was das Backen angeht. Sie backen relativ normal und entwickeln sich in den Folgen richtig, sie machen eigene Reisen für sich. Wir hatten auch ein paar Kandidaten dabei, die jetzt Konditormeister sind oder ihren Job aufgegeben haben und jetzt was ganz anderes machen. Dass wir so ein inneres Wachsen beim Backen erleben dürfen, das finde ich toll.

Mehr über Betty und ihrer Karriere sowie über Jury-Kollege Christian kannst du hier nachlesen.

"Das große Backen" 2020 kommt jeden Sonntag um 17:30 Uhr in SAT.1.

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