Ratgeber

Gallendiät

Die richtige Ernährung bei Gallenproblemen

Wenn's der Galle schlecht geht, müssen Sie Ihre Ernährung umstellen. Wer sich an die Gallendiät hält, kann auf Besserung hoffen. Welche Lebensmittel erlaubt sind und von welchen Sie besser die Finger lassen sollten, erklärt der SAT.1 Ratgeber.

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© Pixabay.com

Ernährung bei Gallenproblemen umstellen

Rindersteak, Sahnetorte, Schweinebraten - all das sind Speisen, die schwer im Magen liegen. Ohne Gallenflüssigkeit wären Sie jedoch erst recht unbekömmlich. Der Gallensaft, der in der Leber produziert und in der Gallenblase gelagert wird, fungiert als eine Art Spülmittel: Er löst Fette im Darm und macht sie dem Körper zugänglich.

Manchmal kommt es vor, dass Gallensteine den Weg zum Darm versperren. Der Gallensaft kann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen und es kommt unter Umständen zu schmerzhaften Koliken. Deshalb ist eine gesunde Ernährung bei Gallenproblemen besonders wichtig.

Wichtige Regeln für eine Gallendiät

Prinzipiell gilt, ähnlich wie bei einer Leberdiät: Schwere, fettige Speisen gehören bei einer Gallendiät nicht auf den Speiseplan. Sie fordern die Gallenflüssigkeit heraus. Bereiten Sie stattdessen fettarme Kost zu. Komplett auf Fette verzichten müssen Sie aber nicht. Der Gallensaft hätte keine Arbeit mehr und würde sich nur in der Gallenblase sammeln. Kochen Sie am besten mit pflanzlichen Fetten. Diese sind leichter zu verdauen und halten die Gallenblase in Schwung. Üppige Mahlzeiten sollten bei der Gallendiät vermieden werden.

Gallendiät: Gute und schlechte Lebensmittel

Bei der Gallendiät geht es an erster Stelle darum, die Galle zu entlasten und nicht darum, abzunehmen. Die fettarme Kost kommt Ihren Hüften jedoch zugute. Bei folgenden kohlenhydratreichen Lebensmitteln dürfen Sie beherzt zugreifen: Knäcke- und Toastbrot, Zwieback, altbackenes Weißbrot, Nudeln, Kartoffelbrei, Pellkartoffeln und fettarmer Kuchen. Frisches Brot und Brötchen sowie Vollkornbrot sollten Sie hingegen meiden. Auch Pfannkuchen und fettiges Gebäck machen Ihrem Magen das Leben schwer. Kartoffeln sind bei der Gallendiät zwar erlaubt, allerdings nicht die üblichen Kalorienfallen wie Pommes Frites, Bratkartoffeln und Kartoffelsalat.

Obst, Gemüse und Milch bei Gallenproblemen

Sind Obst und Gemüse gut für die Ernährung bei Gallenproblemen? Prinzipiell können Sie auch hier zugreifen. Ob Himbeeren, Erdbeeren, Äpfel, Birnen oder Heidelbeeren, lassen Sie es sich schmecken. Bedenklich ist hingegen unreifes Obst sowie Pflaumen, Trockenobst, Weintrauben, Johannisbeeren und Nüsse. Beim Gemüse sollten Sie lediglich bei Wirsing, Sauerkraut, Zwiebeln, Paprika, Radieschen, Kohl und Rettich aufpassen.

Und wie sieht's bei der Gallendiät mit Milch, Käse, Fisch und Fleisch aus? Greifen Sie bei Milchprodukten stets zur Magervariante. Schlagsahne, Kondensmilch und Gorgonzola sind beispielsweise tabu. Auch bei Fisch und Fleisch sollten Sie auf wenig Fett achten. Mageres Fleisch von Hähnchen, Hase und Reh sowie Scholle, Kabeljau, Zander und Rotbarsch sind gut für die Ernährung bei Gallenproblem, Ente, Masthuhn, Makrele, Aal, Lachs und Ölsardinen hingegen nicht.

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