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Nach Hamas-Angriff auf Israel

Reisewarnung: Das müssen Ägypten-Urlauber jetzt wissen

  • Aktualisiert: 06.11.2023
  • 13:15 Uhr
  • Clarissa Yigit
Nach dem Angriff der Hamas auf Israel kann es in Ägypten immer wieder zu pro-palästinensischen und anti-israelischen Demonstrationen kommen. Daher hat das Land seine Teilreisewarnung erweitert.
Nach dem Angriff der Hamas auf Israel kann es in Ägypten immer wieder zu pro-palästinensischen und anti-israelischen Demonstrationen kommen. Daher hat das Land seine Teilreisewarnung erweitert.© Foto: Stringer/dpa

Der Konflikt zwischen Israel und der als terroristisch eingestuften Hamas sorgt nun auch für eine Erweiterung der Teilreisewarnung im benachbarten Ägypten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas wirft auch einen Schatten auf Ägypten.

  • So könnte es in dem beliebten Urlaubsland nun vermehrt zu pro-palästinensischen und anti-israelischen Kundgebungen kommen.

  • Tourist:innen sollten sich daher genauestens über die Sicherheitslage in der geplanten ägyptischen Urlaubsregion informieren.

Der Krieg in Israel hält auch die Reiseveranstalter und Tourist:innen in Atem, ist doch gerade das Nachbarland Ägypten im Herbst ein beliebtes Reiseziel. Aber wie sicher ist ein Urlaub in dem Land am Roten Meer noch?

Im Video: Hamas-Flucht: Warum nehmen arabische Länder keine Gaza-Bewohner auf?

Das sollten Tourist:innen nun wissen

Nachdem die als Terrororganisation eingestufte Hamas Israel angegriffen hat, herrscht zwischen den beiden ägyptischen Nachbarländern Krieg. Viele Menschen aus dem Gazastreifen versuchen derzeit, auch nach Ägypten zu fliehen, um sich dort in Sicherheit zu bringen. Nun hat das Auswärtige Amt die Teilreisewarnung für Ägypten erweitert, denn bereits vor dem Angriff auf Israel waren Reisen in das afrikanische Land nicht immer ganz ungefährlich.

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Sicherheitslage in Ägypten

Landesweit bestehe weiterhin ein Risiko terroristischer Anschläge, die sich in der Vergangenheit meist gegen ägyptische Sicherheitsbehörden gerichtet haben, aber auch teilweise gegen koptische Einrichtungen und vereinzelt gegen ausländische Ziele oder Staatsbürger:innen.

Es könne zudem – wegen der israelischen Militäroperation im Gazastreifen nach dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel – nicht ausgeschlossen werden, dass es in Ägypten zu pro-palästinensischen und anti-israelischen Kundgebungen kommen werde.

Daher sollten Reisende Demonstrationen als auch größere Menschenansammlungen meiden. Auch sollten sich Urlauber:innen von koptischen Einrichtungen während der Feiertage (zum Beispiel am koptischen Weihnachtsfest am 7. Januar) fernhalten.

Ebenso rät das Amt, dass Tourist:innen sich auch über lokale Medien oder den Reiseveranstalter Informationen einholen sollen. Zudem sei es stets wichtig, sich schon vor dem Urlaub über die aktuelle Sicherheitslage am Zielort zu informieren.

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Diese Landesteile sollten Urlauber:innen meiden

Insgesamt sei die Sicherheitslage in Ägypten zwar stabil, dennoch werde von Reisen in bestimmte Regionen abgeraten.

Hierzu zählen:

  • der Norden der Sinai-Halbinsel
  • das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (Ausnahme: der unmittelbare Küstenabschnitt und der Grenzort Taba)
  • Reisen in entlegene Gebiete der Sahara
  • das Grenzgebiet zu Libyen und dem Sudan

Auch vor Reisen in den angrenzenden Gazastreifen wird gewarnt. So werde der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in unregelmäßigen Abständen für einen eingeschränkten Personenkreis geöffnet, so das Auswärtige Amt. Eine Überlandfahrt nach Rafah sei besonders gefährlich.

Für Urlaubsreisen auf die südliche Sinai-Halbinsel sollten individuelle Ausflüge wie etwa Tauch- und Schnorcheltouren, Bergwanderungen oder Ausflüge in die Wüste nur mit dafür lizenzierten ortsansässigen Begleiter:innen unternommen werden. Diese Hinweise gelten vor allem für die Küstenorte Sharm el-Sheikh, Dahab, Nuweiba und Taba am Roten Meer.

Kostenlose Stornierung einer Reise möglich?

Urlauber:innen, die aus Angst eine geplante oder bereits angetretene Reise absagen oder abbrechen möchten, werden womöglich mit Stornierungskosten rechnen müssen, da Reisen nach Ägypten generell noch stattfinden, ergänzt "T-online". Auch gelten die Reisewarnungen nicht für die Urlaubsgebiete. Daher werde eine Reiserücktrittsversicherung auch nicht greifen.

Angst aufgrund der aktuellen Situation oder eine allgemeine Terrorgefahr reichen nicht, um vom Reisevertrag zurückzutreten, zitiert "reisereporter.de" Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland. Zudem beziehe sich das Reiserecht nur auf Pauschalreisen, Individualreisen – also Flug und Hotel einzeln gebucht – beinhalten somit immer ein Risiko. Reisende können höchstens auf Kulanz des Reiseveranstalters hoffen, wenn sie eine Reise absagen oder verschieben wollen.

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