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Nicht wegwerfen, wiederverwerten!

Regrowing-Trend: So ziehst du Gemüsereste auf der Fensterbank nach

  • Aktualisiert: 04.03.2024
  • 19:47 Uhr
  • teleschau - Sebastian Klarzyk
Wirf deine Gemüsereste nicht weg! Viele Sorten wachsen mit wenig Hilfe ganz einfach nach. Wie genau, erklären wir dir hier.
Wirf deine Gemüsereste nicht weg! Viele Sorten wachsen mit wenig Hilfe ganz einfach nach. Wie genau, erklären wir dir hier.© iStock/Mehriban Aliyeva

Du musst deine Gemüsereste nicht unbedingt in die Tonne werfen. Aus einigen Sorten kannst du stattdessen ganz leicht neues Gemüse auf der heimischen Fensterbank ziehen. Der Regrowing-Trend macht es möglich. Wir verraten dir, wie es funktioniert.

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Die Vorteile von Regrowing

Rund 11 Millionen Tonnen an Lebensmitteln wandern in Deutschland Jahr für Jahr in den Abfall. Nach Angaben des Bundesministeriums für Energie und Landwirtschaft wird das meiste davon in privaten Haushalten entsorgt: 6,6 Tonnen!

Ein neuer Trend sorgt jetzt dafür, dass du zumindest die Menge an Bioabfall in deinem Haushalt ein wenig reduzieren kannst: mit Regrowing - auf Deutsch: "nachwachsen lassen". Mit ein paar Handgriffen kannst du kinderleicht aus altem Gemüse neues nachwachsen lassen - und zwar auf deiner Fensterbank. Zwar fällt die Ernte dabei nicht gerade üppig aus. Dennoch ist es eine prima Methode, Kindern spielerisch und mit etwas Spaß Nachhaltigkeit beizubringen.

Möglich wird das durch die sogenannte vegetative Fortpflanzung, bei der es im Gegensatz zur geschlechtlichen Fortpflanzung weder Samen noch Blüten braucht. Vielmehr ist hier die Zellteilung (Mitose) treibende Kraft. Das bedeutet, du kannst Gemüsereste in etwas Erde pflanzen oder ins Wasser stellen. Dort bilden sich dann rasch Wurzeln. Bei Hobby-Gärtner:innen ist diese Methode auch als Stecklingsvermehrung bekannt. Und das funktioniert nicht nur im Garten, sondern auch in kleinen Gläsern auf der Fensterbank daheim.

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Im Clip: Obst und Gemüse lieber aus Dosen oder Tiefkühlware?

Und so funktioniert's

Für dein eigenes kleines Regrowing-Experiment solltest du Folgendes beachten:

Vom Gemüse sollten noch kurze Wurzelansätze vorhanden sein. Dieses stellst du dann in ein Glas mit Wasser und sorgst für ausreichend Licht. Direkte Sonneneinstrahlung solltest du zu Beginn aber vermeiden. Nach etwa einer Woche kannst du deine Aufzucht in Erde umtopfen. Achte darauf, dass bei Wurzelgemüse etwas Blattansatz frei bleiben sollte.

Am besten klappt Regrowing mit Bio-Gemüse, da dieses nicht mit Keimhemmern behandelt wurde. Idealer Zeitpunkt ist der Frühling.

Auch sehr spannend: So halten Narzissen lange in der Vase oder im Topf. Außerdem zeigen wir dir, welches Gemüse du für deinen Garten und Balkon bereits im März aussäen kannst. Und: Diese Gemüsesorten kannst du im März bereits ernten.

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Mit diesem Gemüse klappt es am besten

Es gibt Gemüsesorten, bei denen die Zellteilung besser funktioniert als bei anderen. Bei Karotten und anderem Knollengemüse wächst beispielsweise nur das Grün nach, was sich aber gut als Beilage oder Zutat für einen gesunden Smoothie eignet. Das gilt auch für Salate mit intakten Salatherzen. Auch hier wachsen die Blätter nach.

Besonders gut kannst du jedoch diesen Sorten beim Regrowing zuschauen: Frühlingszwiebeln, Porree, Ingwer, Zwiebeln und Stangen-Sellerie.

Paprika und Tomaten tun sich dagegen eher schwer und sind wie auch Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl und Broccoli nur etwas für Fortgeschrittene.

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So klappt Regrowing bei Frühlingszwiebeln

Bei Frühlingszwiebeln wirst du schnelle Ergebnisse sehen. Stelle die Enden in ein mit frischem Wasser gefülltes Glas und platziere es an einem hellen Ort. Danach solltest du das Wasser alle ein bis drei Tage wechseln. Bereits nach ein paar Tagen kannst du die frisch nachgewachsenen Enden abschneiden und verarbeiten.

So klappt Regrowing beim Sellerie

Stelle ein etwa fünf bis sechs Zentimeter langes, unteres Stück einer Selleriestaude in rund zwei Zentimeter tiefes Wasser. Warte circa eine Woche, danach kannst du den Sellerie in Erde umtopfen.

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So klappt Regrowing bei Zwiebeln

Halbiere eine alte Zwiebel, die bereits keimt, und setze sie so in die Erde, dass der Keim ein wenig herausschaut. Stelle den Topf an einen sehr sonnigen Platz und gieße den Setzling regelmäßig. Nicht lange und du kannst deine erste Zwiebel ernten.

So klappt Regrowing bei Ingwer

Damit Regrowing mit Ingwer klappt, sollte er ein Auge oder eine Sprossspitze haben. Schneide am besten ein etwa zwei Zentimeter großes Stück mit einem Auge ab und lass es für 48 Stunden an der Luft trocknen. Danach kannst du das Stück Ingwer mit dem Auge nach oben in Erde setzen und etwa drei Zentimeter mit Erde bedecken. Jetzt heißt es warten. Nach drei bis vier Monaten zeigen sich dann aber die ersten Sprossen.

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