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die vier Tragischsten Liebesbeziehungen des Adels

Verbotene Liebe: Diese vier Royals haben sich tragisch verliebt

  • Aktualisiert: 12.12.2022
  • 09:01
  • Jannah Fischer
Wo Rosen sind, sind auch Dornen. Wer weiß das besser als diese vier Royals?
Wo Rosen sind, sind auch Dornen. Wer weiß das besser als diese vier Royals?© picture-alliance / (c) Illustrated London News Ltd/ | - ; picture alliance / abaca | Abd Rabbo Ammar/ABACA ; picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Pool for Yomiuri ; picture alliance/United Archives | 91050/United_Archives/TopFoto

Das Wichtigste in Kürze

  • Eduard VIII. dankt wegen der Liebe ab. War es die richtige Entscheidung?

  • Prinzessin Margaret schwört den Männern ab – doch nicht für lange

  • Prinzessin Mako verliert alles für ihre Uni-Liebe

  • Prinzessin Haya fürchtet wegen Scheich Mohammed um ihr Leben

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Herz oder Hof? Die Partner:innenwahl war in Königshäusern schon immer ein sensibles Thema. Bei diesen vier royalen Beispielen sprengte die Leidenschaft das höfische Protokoll. Wir erzählen die tragischsten Lovestorys der Royals.

Eduard VIII. und Wallis Simpson: Diese Liebe kostete ihn die Krone

Ohne diese Liebe hätte es Queen Elizabeth II. nie auf den Thron geschafft. Denn eigentlich war nicht ihr Vater, König George VI., sondern sein Bruder Eduard der eigentliche Thronfolger. Doch dem kam die Liebe dazwischen ... Nach dem Tod seines Vaters wurde Eduard VIII. am 20. Januar 1936 offiziell zu seinem Nachfolger gekrönt. Ungünstig, dass er sich nur kurz zuvor in die verheiratete US-Amerikanerin Wallis Simpson verguckt hatte. Mit ihr wurde er immer häufiger gesehen, offiziell galt sie als eine gute Freundin. Doch es war schon auffällig, dass Wallis lieber mit ihrem Kumpel Eduard als mit ihrem Ehemann Ernest Simpson ihren Sommerurlaub oder die Nächte verbrachte. Zwar berichtete die britische Presse weitgehend gar nicht über die skandalöse Verbindung, in den US-Medien waren Wallis und Eduard aber Gesprächsthema Nummer eins. Wallis’ Ehe zerbrach im gleichen Jahr, es war ihre zweite Scheidung.

Eduard VIII. (Mitte) und Wallis verbringen ihren Sommerurlaub im Jahr 1936 zusammen in Kroatien. Zu der Zeit war Wallis noch verheiratet – und die (internationale) Presse witterte einen Skandal.
Eduard VIII. (Mitte) und Wallis verbringen ihren Sommerurlaub im Jahr 1936 zusammen in Kroatien. Zu der Zeit war Wallis noch verheiratet – und die (internationale) Presse witterte einen Skandal.© picture alliance / Photoshot | -

Eduard sah seine Chance kommen, seine große Liebe Wallis zu heiraten. Nur galt eine doppelt geschiedene (und damit nicht jungfräuliche) Nicht-Britin als eine schlechte Partie für den König von Großbritannien und als ein klarer Regelverstoß. Eduard durfte Wallis nicht heiraten – zumindest nicht als König. Der Druck der Regierung unter Premierminister Baldwin und der Church of England (deren Oberhaupt König Eduard war) wurde immer größer: Eduard sollte die Beziehung zu Wallis Simpson beenden.

Was er dann tat, hätte wohl niemand für möglich gehalten: Eduard VIII. dankte am 11. Dezember 1936 – knapp ein Jahr nach seiner Krönung – offiziell ab. Der neue König Englands wurde Elizabeths Vater, George VI., was viele Regierungsmitglieder gefreut haben muss: Eduard galt als unpassender König, unter anderem wegen seiner Tendenz, politische Meinungen offen zu vertreten.

Eduard VIII. verkündet dem britischen Volk übers Radio, dass er das Amt des Königs niederlegt. Wie auf dem Foto zu erkennen, fällt ihm die Entscheidung nicht leicht. Doch er dankte ab, um seine große Liebe Wallis Simpson heiraten zu können.
Eduard VIII. verkündet dem britischen Volk übers Radio, dass er das Amt des Königs niederlegt. Wie auf dem Foto zu erkennen, fällt ihm die Entscheidung nicht leicht. Doch er dankte ab, um seine große Liebe Wallis Simpson heiraten zu können.© picture-alliance / /HIP | Keystone Archives

Am 3. Juni 1937 heiratete Ex-König Eduard endlich seine Wallis in Frankreich, ohne eine prunkvolle, öffentliche Zeremonie, wie er sie als König zu erwarten gehabt hätte. Durch die Heirat wurde Wallis zur Duchess of Windsor. Beide waren keine gern gesehenen Gäste am Hof und lebten im Exil, pendelten meist zwischen Frankreich und den USA. Ein Happy End, das Eduard VIII. nicht nur die Krone kostete – und darum eine gewisse Tragik mit sich bringt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Ehe laut der Gerüchteküche eher nur vordergründig glücklich gewesen sein soll.

Die Hochzeitszeremonie von Eduard (Mitte) und Wallis fand auf dem Chateau de Cande in der Nähe von Tours in Frankreich statt. Ganz rechts auf dem Bild: der beste Freund von Eduard, "Fruity" Metcalfe.
Die Hochzeitszeremonie von Eduard (Mitte) und Wallis fand auf dem Chateau de Cande in der Nähe von Tours in Frankreich statt. Ganz rechts auf dem Bild: der beste Freund von Eduard, "Fruity" Metcalfe.© picture-alliance / (c) Illustrated London News Ltd/ | -

Wallis soll mehrere Liebhaber gehabt haben. Angeblich wollte sie auch nie die Scheidung von Ehemann Nummer zwei, Ernest Simpson, sondern eine polyamouröse Beziehung: sie, Ernest und Edward. Eduard soll besonders unter der Abdankung gelitten haben, da er fortan ohne Aufgabe und sozialen Status lebte, katapultiert an den Rand der royalen Welt. Ob er seine Entscheidung bereute? Trotz der hartnäckigen Gerüchte blieben die beiden bis zu Eduards Tod im Jahre 1972 verheiratet.

Prinzessin Margaret und Peter Townsend: kein Glück ohne und miteinander

Diese Liebe hat spätestens dank der Hit-Serie "The Crown" jede:r auf dem Schirm: große Gefühle zwischen Prinzessin Margaret und Peter Townsend. Statt miteinander, landeten sie jedoch mit anderen Partner:innen vor dem Altar. Wie kam es dazu?
Peter Townsend, ehemaliger Royal-Air-Force-Pilot, kam im Alter von 26 im Jahr 1940 als königlicher Stallmeister an den britischen Hof. Dort traf ihn auch zum ersten Mal Prinzessin Margaret, die zu der Zeit gerade mal 14 Jahre alt war. Laut Townsend selbst wurde die freundschaftliche Beziehung etwa sieben Jahre nach dem Kennenlernen romantisch. Townsend war nicht nur fast 16 Jahre älter als Prinzessin Margaret, sondern auch verheiratet und Vater zweier Söhne. 1952 ließ er sich scheiden.

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Prinzessin Margaret und Peter Townsend verliebten sich Hals über Kopf am Hof ineinander – trotz eines Altersunterschieds von fast 16 Jahren.
Prinzessin Margaret und Peter Townsend verliebten sich Hals über Kopf am Hof ineinander – trotz eines Altersunterschieds von fast 16 Jahren.© picture alliance / empics | PA

Ein Jahr später, ausgerechnet bei der Krönung von Margarets Schwester, Königin Elizabeth II., bemerkte ein Journalist, wie Margaret einen Fussel von Peters Mantel wischte – eine intime Geste, die die Gerüchte um eine Affäre laut werden ließen. Er wurde deswegen nach Brüssel versetzt. Doch für Peter Townsend und Prinzessin Margaret stand fest: Sie wollten heiraten.

Tragischerweise machte Queen Elizabeth II. den Plänen ein Ende. Sie musste nämlich laut dem Royal Marriage Act von 1772 die Heirat genehmigen, da Margaret damals noch unter 25 Jahre alt war. Premierminister Winston Churchill und die Church of England setzten die junge Königin unter Druck.
Hinzu kam die Frage: Wenn Margaret den geschiedenen Peter Townsend heiraten darf, wieso musste dann ihr Onkel Edward VIII. einige Jahre zuvor wegen einer ähnlichen Situation abdanken? Queen Elizabeth verbot die Hochzeit – und Margaret musste sich entscheiden: Würde sie Peter trotzdem heiraten, müsste sie – wie zuvor ihr Onkel – auf jegliche royalen Privilegien verzichten.

Prinzessin Margaret hatte einen anderen Plan. Sie wartete geduldig auf ihren 25. Geburtstag und schaffte es, dass der neue Premierminister Anthony Eden, ebenfalls wieder verheiratet, den Royal Marriage Act insofern änderte, dass sie Peter Townsend heiraten und Teil der britischen royalen Familie bleiben durfte. Sie und ihre zukünftigen Kinder würden lediglich von der Thronfolge übersprungen werden. Ein perfektes Ergebnis – und ein Happy End für Margaret und Peter?

Dieses Dokument aus dem National Archives Office belegt die Hochzeitsabsichten, die Prinzessin Margaret und Peter Townsend hatten.
Dieses Dokument aus dem National Archives Office belegt die Hochzeitsabsichten, die Prinzessin Margaret und Peter Townsend hatten.© picture-alliance / dpa | Chris_Young

Leider nein, denn dann kam der Schock: Nur wenige Tage vor der Vollendung des neuen Royal Marriage Acts lässt Prinzessin Margaret verkünden: "Ich möchte wissen lassen, dass ich mich entschlossen habe, Group Captain Peter Townsend nicht zu heiraten. In Anbetracht der Lehren der Kirche, dass die christliche Ehe unauflöslich ist, und dem Bewusstsein meiner Pflicht gegenüber dem Commonwealth, habe ich beschlossen, diese Bedeutung über andere zu stellen."

Royale Insider wollen wissen, dass Margaret kalkuliert abgewogen haben soll, was sie alles für Peter aufgegeben hätte – und sich gegen dieses Opfer entschied. Ob das so stimmt? Immerhin soll die Prinzessin extrem getroffen gewesen sein, als Peter ihr 1959 in einem Brief mitteilte, er habe vor, Marie-Luce Jamagne zu ehelichen. Angeblich hatten die beiden einen Pakt, dass wenn sie schon nicht einander heiraten, sie auch niemand anderen heiraten würden. Verletzt stürzte sich Prinzessin Margaret wieder ins Datingleben und heiratete 1960 den Fotografen Antony Armstrong-Jones (die Ehe wurde 1978 geschieden). Peter Townsend und Prinzessin Margaret trafen sich danach noch ein einziges Mal, im Jahr 1993. Es soll für beide die ganz große Liebe gewesen sein – wenn auch eine tragische.

Prinzessin Margaret und Antony Armstrong-Jones heirateten in der Westminster Abbey. Was wie die große Liebe aussieht, wurde schnell zur Farce. Beide waren so unterschiedlich, dass die Ehe nach nur wenigen Jahren zur tickenden Zeitbombe wurde. Die Scheidung war, so Insider, nur eine Frage der Zeit.
Prinzessin Margaret und Antony Armstrong-Jones heirateten in der Westminster Abbey. Was wie die große Liebe aussieht, wurde schnell zur Farce. Beide waren so unterschiedlich, dass die Ehe nach nur wenigen Jahren zur tickenden Zeitbombe wurde. Die Scheidung war, so Insider, nur eine Frage der Zeit.© picture alliance / empics | PA

Prinzessin Mako und Kei Komuro: Demos bei ihrer Hochzeit

Sie gilt als eine der traurigsten royalen Hochzeiten der Welt. Doch das scheint Mako Komuro und ihren Liebsten Kei Komuro nicht zu stören. Zwar haben sie eine tragische Liebesgeschichte, aber auch ihr Glück gefunden. Doch es war ein steiniger Weg dahin.

In diesen Blicken liegt eindeutig Liebe: Kei Komuro (links) und Prinzessin Mako. Doch nicht jede:r freute sich in Japan über das Glück der beiden.
In diesen Blicken liegt eindeutig Liebe: Kei Komuro (links) und Prinzessin Mako. Doch nicht jede:r freute sich in Japan über das Glück der beiden.© picture alliance/AP Photo | Shizuo Kambayashi

Prinzessin Mako lernte Kei Komuro während ihres Studiums an der als liberal geltenden International Christian University (ICU) in Tokio kennen. Sie war die Erste aus der kaiserlichen Familie, die nicht an der konservativ-traditionellen Gakushūin-Universität studierte. Die beiden hielten ihre Liebe so lange es ging geheim, aber im Mai 2017 kamen erste Spekulationen über eine mögliche Verlobung der Prinzessin Mako mit Kei Komuro auf. Kurz darauf bestätigte ein Sprecher des Kaiserlichen Hofamtes die Gerüchte. Statt Jubel vom Volk gab es Unmut. Kei Komuro wurde als Bürgerlicher nicht als passende Partie für die Nichte des Kaisers angesehen. Viele japanische Royal-Experten geben dem "freiheitlichen Denken", das Mako an der Uni gelehrt wurde, die Schuld an der nicht standesgemäßen Beziehung.

Trotz des Gegenwinds wollten die beiden rund ein Jahr nach der Verlobung – so ist es Tradition in Japan – vor den Traualtar treten. Doch ihr Vorhaben scheiterte an den nicht endenden Negativ-Schlagzeilen zu Kei Komuro und seiner Familie. Nicht mal vor dem Selbstmord seines Vaters machten die Journalisten halt. Als die japanische Presse mitbekam, dass Kei Komuros Mutter ihrem Ex-Partner Geld für das Studium ihres Sohnes schuldete, wurde der Unmut noch größer. Die Japaner befürchteten, Prinzessin Makos Mitgift von umgerechnet fast einer Million Euro, die durch die Steuern der Japaner mitfinanziert wird, könnte für die Schuldbegleichung genutzt werden. Mako verzichtete daraufhin auf das Geld, damit sich die Gemüter nicht weiter aufheizten.

Trotzdem ließ sich die junge Prinzessin nicht davon abbringen, ihre große Liebe zu heiraten. Auch wenn sie damit nicht nur das Land gegen sich aufbrachte, sondern auch noch ihr Leben als Teil der Kaiserfamilie aufgeben musste. Im Oktober 2021 ist es dann endlich so weit: Statt prunkvoller Zeremonie treffen sich Mako und Kei auf dem Standesamt. Zuvor verabschiedete sie sich noch von ihrer Familie, da sie aus dem kaiserlichen Palast für immer ausziehen muss und auch Besuche dort nicht mehr gestattet sind. Mit ihrem frisch angetrauten Gatten wandert sie in die USA aus. Kei Komuro nimmt auf ihr Bitten eine Stelle in einer New Yorker Kanzlei an, so erzählt es Mako später bei einer tristen Presseveranstaltung, die das Paar sogar aus eigener Tasche finanzieren musste. Ihr Leben als Bürgerliche ist finanziell also abgesichert.

Entschlossenheit und Entschuldigungen, das gab's von Mako und Kei bei der Pressekonferenz im tristen Veranstaltungsraum eines Hotels in Tokio. Von den Journalist:innen gab's vor allem negative Schlagzeilen.
Entschlossenheit und Entschuldigungen, das gab's von Mako und Kei bei der Pressekonferenz im tristen Veranstaltungsraum eines Hotels in Tokio. Von den Journalist:innen gab's vor allem negative Schlagzeilen.© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Pool for Yomiuri

Während der schlichten Trauung warteten statt jubelnder Schaulustiger, die sich mit dem Brautpaar freuen, Demonstrant:innen gegen die Heirat von Prinzessin Mako und Kei Komuro. Auf der Presseveranstaltung nach der Trauung entschuldigten sich die beiden mehrfach dafür, dass ihre Liebe solche Umstände machte.
Und Mako verkündete, dass ihr die negative Berichterstattung körperlich und seelisch sehr zusetzte. Ein Arzt bestätigte später die Diagnose PTBS, das für Posttraumatische Belastungsstörung steht, und durch starken Stress oder Trauma ausgelöst werden kann.

Proteste am Tag der Hochzeit von Prinzessin Mako. Auf dem Demo-Schild steht so viel wie: "Kei Komuros Mutter wird zweifacher Betrug vorgeworfen. Kei Komuro muss sich ebenfalls wegen mehreren Anschuldigungen verantworten. Darum ist die Öffentlichkeit gegen diese Ehe. Die kaiserliche Familie wird von den Steuerzahlern finanziert."
Proteste am Tag der Hochzeit von Prinzessin Mako. Auf dem Demo-Schild steht so viel wie: "Kei Komuros Mutter wird zweifacher Betrug vorgeworfen. Kei Komuro muss sich ebenfalls wegen mehreren Anschuldigungen verantworten. Darum ist die Öffentlichkeit gegen diese Ehe. Die kaiserliche Familie wird von den Steuerzahlern finanziert."© picture alliance / AA | David Mareuil

Beobachter vergleichen Makos und Keis Flucht vom royalen Leben mit dem Megxit von Prinz Harry und Herzogin Meghan. Mako und ihr Ehemann ziehen aber ein ruhiges Leben ohne Medienrummel und Interviews vor – anscheinend anders als Harry und Meghan, die zuletzt wegen ihrer Doku und Harrys Memoiren für Skandale sorgten.

Prinzessin Haya und Scheich Mohammed: Flucht vor der Liebe

Diese Beziehung begann wie ein Märchen – und endete mit einem Knall. Prinzessin Haya bint al-Hussein ist die Tochter des verstorbenen Königs von Jordanien und die Halbschwester des derzeitigen Regenten. Sie galt als westlich, modern und selbstbestimmt, lebte in Großbritannien und machte sogar einen Abschluss an der renommierten Oxford Universität. 2001 lernte sie einen der reichsten und mächtigsten Männer der Welt, den fast 25 Jahre älteren Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum bei einem Reitturnier kennen. Drei Jahre waren die beiden verlobt, bis sie 2004 dann heirateten. Sie galt als seine First Lady, ist aber die sechste Ehefrau des Scheichs. Ein Arrangement, das ungewöhnlich wirkt, vor allem mit Hayas westlicher Einstellung zum Leben. In einem Interview von 2006 mit der "Welt" stellte sie auf das Thema angesprochen klar: "Ich liebe diesen Mann. Darum respektiere ich, dass er eine Frau vor mir geheiratet und mit ihr Kinder hat."

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Prinzessin Haya von Jordanien und Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum bei ihrer intimen Hochzeit im Haus von König Abdullah II. (ganz rechts).
Prinzessin Haya von Jordanien und Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum bei ihrer intimen Hochzeit im Haus von König Abdullah II. (ganz rechts).© picture-alliance/ dpa | Abaca 58442

Es schien Haya gut zu gehen, sie lebte in Dubai ein Leben zwischen Tradition und Moderne. So verschleierte sich Prinzessin Haya nur bei sehr traditionellen Anlässen, ansonsten zeigte sie sich ohne Kopftuch. Doch die Beziehung zwischen Prinzessin Haya und ihrem Ehemann veränderte sich. Haya zeigte offenbar zu viel Interesse an dessen Tochter Latifa. Die nannte ihren Vater in wackeligen Videos im Internet "das pure Böse" und machte unter anderem auf die schwierige Menschenrechtssituation in Dubai aufmerksam. Latifa unternahm 2018 einen spektakulären Fluchtversuch aus dem Arabischen Emirat, wurde aber von ihrem Vater geschnappt und unter Hausarrest gestellt. Seitdem sieht man Latifa fast gar nicht mehr in der Öffentlichkeit – und wenn, dann nur als Schatten ihrer Selbst. Auf Spekulationen, ob Latifa überhaupt noch lebt, werden Fotos oder Videos mit einer roboterhaften oder abwesend wirkenden Prinzessin ins Netz gestellt.

Prinzessin Latifa bint Mohammed al-Maktoum nimmt mit der ehemaligen irischen Präsidentin Mary Robinson 2018 ein Mittagessen in Dubai ein. Videos davon werden ins Internet gestellt. Die Message: Latifa geht es gut. Doch die wirkt merkwürdig teilnahmslos.
Prinzessin Latifa bint Mohammed al-Maktoum nimmt mit der ehemaligen irischen Präsidentin Mary Robinson 2018 ein Mittagessen in Dubai ein. Videos davon werden ins Internet gestellt. Die Message: Latifa geht es gut. Doch die wirkt merkwürdig teilnahmslos.© picture alliance / abaca | Balkis Press/ABACA

Latifa wurde zur Persona non grata – und die ewigen Fragen von Prinzessin Haya über ihr Wohlergehen zum Dorn im Auge des Scheichs und seiner Berater. Was keiner ahnte: Haya begann unauffällig über Jahre ihre eigene Flucht zu planen. Sie wusste, was auf dem Spiel stand – sie hatte es am Beispiel von Latifa gesehen.

01.08.2019
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  • 03:03 Min
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2019 hielt Haya es nicht mehr aus und floh mit ihren Kinder nach London, wo ihr Bruder ihr einen Job in der jordanischen Botschaft besorgte. Das war der entscheidende Punkt, da sie nun Diplomatenstatus besaß und nicht mehr einfach an Dubai ausgeliefert werden konnte. Sie reichte die Scheidung ein – und Scheich Mohammed fing an, Haya das Leben schwer zu machen. Es ist von Spionage, Morddrohungen oder möglichem Kidnapping der gemeinsamen Kinder die Rede. Haya blieb trotz der mächtigen Drohungen standhaft, kämpfte für ihre Scheidung und für die Rechte ihrer Kinder, die sie vor möglichen Zwangsehen seitens ihres Vaters schützen wollte. Sie erhielt von einem Londoner Gericht Recht und blieb in London. Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum musste ihr 650 Millionen zahlen.

Prinzessin Haya Bint Al Hussein verlässt 2019 gerade die Royal Courts of Justice in London. Hier kämpft sie einen erbitterten Rosenkrieg mit ihrem Ex. Für sie steht ihr Leben auf dem Spiel, für ihn Gesichtsverlust.
Prinzessin Haya Bint Al Hussein verlässt 2019 gerade die Royal Courts of Justice in London. Hier kämpft sie einen erbitterten Rosenkrieg mit ihrem Ex. Für sie steht ihr Leben auf dem Spiel, für ihn Gesichtsverlust.© picture alliance / empics | Aaron Chown

Doch aufatmen kann sie immer noch nicht: “Es fühlt sich an, als würde ich verfolgt, dass es für mich buchstäblich keinen Weg gibt, um vor Mohammed oder denen, die in seinem Interesse handeln, sicher zu sein. Es ist äußerst bedrückend." Zumindest scheint Haya Anschluss in der britischen High Society gefunden zu haben – und beim britischen Königshaus. Mit der Queen soll sie sich über den Reitsport angefreundet haben, war zuletzt bei ihrem Staatsbegräbnis zu Gast. Ihr Luxusleben geht in London weiter, auch wenn ihr Ex-Mann immer noch einen großen Einfluss darauf hat.

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  • 16.12.2022
  • 20:19 Uhr
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