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die parlamentarische Monarchie der Briten

DAS BRITISCHE KÖNIGSHAUS

From left, Camilla, Duchess of Cornwall Prince Charles, Queen Elizabeth II, Prince George, Prince William, Princess Charlotte, Prince Louis and Kate, Duchess of Cambridge stand on the balcony, at the end of the Platinum Jubilee Pageant held outside Buckingham Palace
From left, Camilla, Duchess of Cornwall Prince Charles, Queen Elizabeth II, Prince George, Prince William, Princess Charlotte, Prince Louis and Kate, Duchess of Cambridge stand on the balcony, at the end of the Platinum Jubilee Pageant held outside Buckingham Palacepicture alliance / ASSOCIATED PRESS | Roland Hoskins

Seit dem 18. Jahrhundert gibt es die britische Monarchie - doch regieren darf die Königin oder der König schon lange nicht mehr.

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Britisches Königshaus – Stammbaum, Thronfolge und Aktuelles

Es gibt keine gesetzlich festgelegten Kriterien, die bestimmen, wer Mitglied der Royal Family ist und wer nicht.
Grundsätzlich werden neben dem Monarchen bzw. der Monarchin, die Personen dazugezählt, die den Titel "His/Her Royal Highness" (Seine/Ihre Königliche Hoheit) tragen – kurz HRH.

Zur Royal Family gehören demnach

  • Zur Royal Family gehören demnach:
  • der britische Monarch bzw. die britische Monarchin
  • der Royal Consort (Ehepartner:in des Königs bzw. der Königin)
  • die verwitweten Ehepartner früherer Monarchen
  • die Kinder des Monarchen
  • die (verwitweten) Ehegatten der Söhne des Monarchen
  • die Enkel des Monarchen in der männlichen Linie
  • die (verwitweten) Ehegatten der Enkel des Monarchen in der männlichen Linie
  • alle Kinder des ältesten Sohnes des "Prince of Wales"

Seit 1996 verlieren angeheiratete Mitglieder der Royal Family ihren Titel, sobald sie sich scheiden lassen oder nach dem Tod des Ehepartners wieder heiraten.

Hier verraten wir, wer genau zur Königlichen Familie zählt, wer sich den Nachnamen Windsor ausgedacht hat und wer warum zuletzt für Schlagzeilen sorgte.

Der Stammbaum der britischen Königsfamilie

Bis 1917 trug das britische Königshaus den deutschen Namen Sachsen-Coburg und Gota. Seit Jahrhunderten regierten bis zu diesem Zeitpunkt deutsche Adelshäuser über die Briten. Erst war es die Dynastie der Stuarts, darauf folgten die Welfen. 1714 gehen Thron und Krone an den deutschen Kurfürsten König Georg I. von Hannover.

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Im Jahr 1840 schließlich heiratet Königin Victoria ihren deutschen Cousin Albert. Mit ihrer Hochzeit wechselt der Name des britischen Königshauses. Es heißt seitdem das Haus Sachsen-Coburg und Gotha.

Das geht 77 Jahre lang gut. Dann jedoch tobt der Erste Weltkrieg und für die Briten wird der deutsche Name zusehends unangenehm und nicht mehr tragbar.

Katharina Konte

Windsor wird zum neuen Nachnamen

Da macht der regierende König Georg V. kurzen Prozess und trennt sich vom Namen seiner Vorfahren. Stattdessen macht er den Namen eines seiner zahlreichen Schlösser zum neuen Familiennamen: Windsor. Das ist kurz, einfach, wohlklingend - und vor allem britisch. Auszusetzen daran hatte offenbar niemand etwas, ist es doch bis heute der Name des britischen Königshauses.

Glücklich war Königin Elisabeth II. mit ihrem Nachnamen allerdings nicht. Zwar behielt sie bei der Hochzeit mit Prinz Philip den Namen Windsor und gab diesen auch an ihre Kinder weiter. Doch 1960 bestand sie drauf, dass auch ihr Mann, Prinz Philip, seinen Nachnamen an die Thronfolger weitergeben darf und so tragen Prinz Charles, sein ältester Sohn Prinz William und dessen ältester Sohn Prinz George den Doppelnamen Mountbatten-Windsor.

Das sind die Mitglieder der britischen Königsfamilie

Zum engeren Kreis der britischen Königsfamilie zählen aktuell 25 Personen.

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  • Königin Elisabeth II.
  • Charles, Prince of Wales und seine Frau Camilla, Duchess of Cornwall
  • Prinz William und seine Frau Catherine, Duke and Duchess of Cambridge
  • Prinz George of Cambridge Prinzessin
  • Charlotte of Cambridge
  • Prinz Louis of Cambridge
  • Prinz Henry (genannt Harry) und seine Frau Meghan, Duke and Duchess of Sussex
  • Prinz Andrew, Duke of York
  • Prinzessin Beatrice, Mrs. Mapelli Mozzi
  • Prinzessin Eugenie, Mrs. Brooksbank
  • Prinz Edward und seine Frau Sophie, Earl and Countess of Wessex
  • James Mountbatten-Windsor, Viscount Severn
  • Lady Louise Mountbatten-Windsor
  • Anne, Princess Royal
  • Prinz Richard und seine Frau Brigitte, Duke and Duchess of Goucester
  • Prinz Edward und Katharine, Duke and Duchess of Kent
  • Prinz Michael of Kent und seine Frau Marie Christine von Reibnitz
  • Prinzessin Alexandra, Lady Ogilvy

Nachdem Verbindungen Prinz Andrews, dem zweiten Sohn der Königin, zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, bekannt wurden, vertritt er seit 2020 das britische Königshaus nicht mehr. Er bleibt aber weiterhin Teil der Royal Family.

Die zukünftigen und die jüngsten Mitglieder der Royal Family

Die Kinder von Prinz Harry und seiner Frau Meghan, Archie und Lilibet, sind nach offiziellen Zugehörigkeitskriterien noch nicht Teil des britischen Königshauses. Sie erhalten den Status "His/Her Royal Highness" erst, wenn ihr Opa, Prinz Charles, zum König ernannt wird.

Damit sind die drei Kinder von Prinz William und seiner Frau Catherine die jüngsten Mitglieder der Royal Family. Prinz George Alexander Louis wurde 2013 geboren, seine Schwester, Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana, folgte im Jahr 2015 und drei Jahre später folgte ihr kleiner Bruder, Prinz Louis Arthur Charles geboren.

Ob eine royale Kindheit normale sein kann? Dazu gibt's mehr im Video:

Die Thronfolge des britischen Königshauses

Sobald der Tod von Queen Elizabeth II. festgestellt wird gilt: "Die Königin ist tot, lang lebe der König!" Ein Nachfolger muss aber nicht erst noch gesucht werden, dieser ist längst festgelegt. Denn der Thron geht automatisch immer an das erstgeborene Kind der Königin. Im aktuellen Fall wird also Kronprinz Charles König von Großbritannien.

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Katholiken haben keinen Platz in der Thronfolge

Es dürfen nur protestantische Nachkommen auf den Thron, das legt der Act of Settlement fest. Heißt: Konvertiert ein Mitglied der Familie zum Katholizismus, verliert es automatisch den Platz in der Thronfolge. Aber: Ist nur der Ehepartner katholisch, bedeutet das nicht den Ausschluss. Auch nicht der Kinder, sofern sie nicht katholisch sondern protestantisch getauft werden.

Zudem regelt der Act of Settlement auch wer überhaupt König oder Königin von England werden darf. Das können nämlich nur direkte Nachfahren von Sophie von der Pfalz. Direkt ausgeschlossen aus der Thronfolge werden Kinder von unverheirateten Paaren - auch dann, wenn die Eltern nach der Geburt des Kindes noch heiraten.

Die Ehepartner der Monarchen haben keinen Anspruch auf die Thronfolge, nur Blutsverwandte können den Thron besteigen. Würde also Charles vor Camilla sterben, würde automatisch sein Sohn Prinz William König werden und Camilla leer ausgehen.

Mehr über den Thronfolger Prinz Charles gibt es hier

Nach welchem Prinzip werden die royalen Titel vergeben?

Das System von Adelstiteln, das es so nur noch im Vereinigten Königreich gibt, wird Peerage genannt. Abgeleitet vom lateinischen Wort par für "gleich, ebenbürtig". Alle Adelstitel, die nach 1801 vergeben wurden, bilden den Peerage of the United Kingdom.

Die Rangfolge vom höchsten Adelstitel bis zum niedrigsten sieht wie folgt aus:

  • Duke (Herzog)
  • Marquess (Markgraf)
  • Earl (Graf)
  • Viscount ("Vizegraf")
  • Baron (Freiherr)

Der Titel des Prinzen oder der Prinzessin steht außerhalb des britischen Adels und kommt ausschließlich Nachkommen des Monarchen zu.

Aktuelle Schlagzeilen aus dem britischen Königshaus?

Für den meisten Wirbel im britischen Königshaus haben in letzter Zeit wohl Prinz Harry und seine Frau Meghan gesorgt. 2020 sind die beiden in ihre neue Wahlheimat den US-Bundesstaat Kalifornien gezogen. Dort leben sie in einem Villenviertel in Montecito unweit vom Pazifik und genießen dort ihr Familienleben.

Prinz Harry und Meghan traten von ihren Aufgaben als "Senior Royals" zurück und Harry wurden zudem seine militärischen Würden abgenommen. Das britische Königshaus fand, dass diese nicht mehr mit seinem Leben in den USA vereinbar seien.

Für die größten Negativ-Schlagzeilen sorgte allerdings Harrys Onkel, Prinz Andrew. Der Mittlere der Queen-Söhne soll in den Epstein-Skandal verstrickt sein. Darin geht es um Missbrauch von Minderjährigen. Die Queen verlangte seinen Rücktritt von allen öffentlichen Ämtern und Pflichten.

Die traurigsten Nachrichten aus dem britischen Königshaus erreichten uns am 9. April 2021. Nur wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag verstarb der Ehemann der Königin, Prinz Philip. Die beiden waren 73 Jahre verheiratet und solange es seine Gesundheit zuließ stand Prinz Philip an der Seite seiner Frau.

Erst mit 95 Jahren hatte Prinz Philip im Jahr 2017 verkündet, sich von den royalen Pflichten zurückziehen und auf ihrem Landsitz Sandringham in Norfolk leben zu wollen. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Lockdown in England führten ihn und die Queen im März 2020 wieder nach Windsor Castle. Dort verbrachten sie ihre restliche gemeinsame Zeit miteinander.

Im März 2021 unterzog sich Prinz Philip einer Herzoperation, die er gut überstanden hatte. Seine Gesundheit stellte er unter Beweis, als er vor den Augen der Presse ohne Hilfe in eine schwarze Limousine einstieg, die ihn von der Klinik zurück nach Windsor Castle brachte. Rund drei Wochen später verstarb er überraschend dort.

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