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Körper entgiften?

Basenfasten mit Erfolg: Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Entschlackungs-Kur

  • Aktualisiert: 24.05.2024
  • 08:10 Uhr
Kann man mit Basenfasten den Körper wirklich entgiften und hilft eine Basen-Diät beim Abnehmen? Wir klären, was wissenschaftlich erwiesen ist.
Kann man mit Basenfasten den Körper wirklich entgiften und hilft eine Basen-Diät beim Abnehmen? Wir klären, was wissenschaftlich erwiesen ist.© SASITHORN - stock.adobe.com

Während viele Menschen ihr Zuhause für den Sommer auf Hochglanz bringen, verspricht die Alternativmedizin, dass du auch deinen Körper von Giftstoffen, Schlacken und anderen Stoffwechsel-Rückständen befreien kannst. Das soll mit Basenfasten möglich sein. Mit dieser revitalisierenden Methode sollst du dich wohler fühlen, mehr Energie gewinnen und Gewicht verlieren. Wie Basenfasten funktioniert, welche Wirkung versprochen wird und worauf du achten musst.

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Inhalt

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Was ist Basenfasten und wie funktioniert es?

Fasten ist eine gute Art, um sich in seinem Körper wieder richtig wohlzufühlen. Es gibt verschiedene Arten des Fastens, alle haben das Ziel, im Körper einen Entschlackungsprozess auszulösen. Welche die richtige Fasten-Art für dich ist, musst du herausfinden. Eine der bekanntesten Methoden ist das Heilfasten, wo keinerlei feste Kost erlaubt ist. Eine moderatere Variante, die du leichter durchhalten kannst, ist das Basenfasten. Diese Detox-Kur legt das Augenmerk auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers und erlaubt Lebensmittel, solange sie basisch sind. Das bedeutet, dass dein Körper die Lebensmittel bei der Verstoffwechselung in Basen umbaut. Produkte mit einem hohen Anteil an Mineralstoffen, wie Kalium oder Magnesium, werden hauptsächlich basisch verwertet, zum Beispiel Gemüse, Obst und Kräuter. Lebensmittel mit wenig Mineralstoffen werden vom Körper sauer verwertet, dazu gehören Fleisch, Getreide und Milchprodukte. Man muss richtigerweise eigentlich von basen- und säurebildenden Lebensmitteln sprechen.

Die Theorie hinter dem Basenfasten ist, dass es durch die heutige Ernährung des Menschen häufig zu einer Übersäuerung des Körpers kommt. Wir essen zu viel Fleisch, Wurst, Fett und Süßigkeiten. Auch Nikotin und Alkohol tragen dazu bei. Sobald der Säure-Basen-Haushalt im Ungleichgewicht ist, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen - von Kopfschmerzen über Sodbrennen und Muskelschmerzen bis zu Infektanfälligkeit und dauerhafter Abgeschlagenheit. Die Alternativmedizin geht davon aus, dass du der Übersäuerung mit basischen Lebensmitteln entgegensteuern kannst. Diese Theorie lässt sich allerdings nicht wissenschaftlich belegen. Das Basenfasten erfolgt über ein bis zwei Wochen und soll für eine Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts sorgen.

Im Video: So gelingt eine effektive Entschlackungs-Kur dank Basenfasten

Warum nimmt man mit Basenfasten ab?

Gewichtsabnahme steht beim Basenfasten nicht im Vordergrund, sondern eine Steigerung des Wohlbefindens. Du sollst eingefahrene Essgewohnheiten hinterfragen und den puren Geschmack verschiedener Speisen wiederentdecken. Du fastest für die Gesundheit. Aber natürlich nimmst du ganz automatisch ab, wenn nicht mehr täglich Pizza und Süßigkeiten auf den Tisch kommen. Beim Basenfasten sind durchgehend gesunde, aber auch kalorienreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Avocado erlaubt. Zusätzlich darfst du dich satt essen und musst keine Kalorien zählen. Es handelt sich nicht um eine Crash-Diät, in den ersten sieben Tagen ist eine Gewichtsabnahme von ein bis vier Kilo möglich.

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Basenfastenkur: Darauf solltest du bei Lebensmitteln achten

Beim Basenfasten stehen basische Lebensmittel auf dem Speiseplan, die eine hohe Nährstoffdichte haben. Das bedeutet, sie enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, wobei sie gleichzeitig wenig Kalorien haben. Es gibt Einschränkungen beim Essen, aber grundsätzlich steht beim Basenfasten ein genussvoller Umgang mit qualitativ hochwertigen Speisen im Vordergrund.

Basenfasten: Diese Lebensmittel sind erlaubt

  • Obst und Gemüse: Basische Ernährung ist grundsätzlich vegan, also rein pflanzlich.
  • Kräuter, Keimlinge, Kerne und Samen
  • Nüsse, wie Pistazien, Mandeln, Macadamia- oder Walnüsse
  • Pflanzenöle wie Oliven-, Lein-, Walnuss- oder Avocado-Öl
  • Kräutertee
  • Wasser
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Diese Lebensmittel sind verboten

  • Fleisch- und Wurstprodukte
  • Milchprodukte und Eier
  • Getreide in jeglicher Form, auch in der Vollkornvariante
  • Zucker und Süßigkeiten
  • Teigwaren und Reis
  • Kaffee
  • Limonaden, Softdrinks uns Energy-Drinks
  • Alkohol

Im Clip: Reinigt Fasten wirklich den Körper?

So könnte dein Basenfasten-Ernährungsplan aussehen

Meistens dauert eine Basenfastenkur sieben Tage, du kannst sie aber auch 14 Tage oder länger durchziehen. Basenfasten wird häufig als Kur in speziellen Wellness-Hotels angeboten, auch in Kombination mit einer Einführungs- und Auslaufphase daheim. Ziel ist, dass nach der Kur die Ernährung langfristig umgestellt wird. Wichtig ist, dass während der Fastenkur nur drei Mahlzeiten täglich verzehrt werden dürfen. Ein Fastentag könnte so aussehen:

Frühstück

Zwar darf hier kein Brot auf den Tisch, doch es geht auch ohne. Du kannst dir ein basisches Müsli genehmigen, das mit Erdmandelflocken statt Getreide zubereitet wird. In Kombination mit frischem oder Trockenobst sowie Nüssen und etwas Agavendicksaft hast du eine leckere Frühstücks-Alternative. Auch gedünstetes Gemüse oder reichhaltige basische Smoothies aus Keimlingen, Mandelmilch, Kokosflocken und TK-Beeren sind möglich.

Mittagessen

Jetzt darfst du zu herzhaften Sattmachern greifen und dir ein Gemüsegericht, Rohkost oder Salat genehmigen. Ob gekocht, gebraten oder gedünstet, von Kartoffelstrudel über Linseneintopf bis zu Kichererbsenpfannkuchen ist vieles möglich. Obst und rohes Gemüse aber am besten nur bis 14 Uhr essen, am Nachmittag fährt deine Verdauung runter.

Abendessen

Abends solltest du darauf achten, dass du leicht verdauliche Speisen zubereitest und die Portion nicht zu groß ist. Kohlehydratreiches Essen, Obst, Rohkost und Salate lieber nicht. Suppen eignen sich sehr gut als Abendessen beim Basenfasten. Wie wäre es mit einer leckeren Kürbissuppe oder im Sommer einer Tomaten-Paprika-Gazpacho?

Zusätzlich ist es wichtig, täglich zweieinhalb bis drei Liter Wasser zu trinken.

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Regeln, die du beim Basenfasten befolgen solltest

Neben den verbotenen Lebensmitteln gibt es noch ein paar Regeln, die du während des Basenfastens beachten solltest. Auch wenn die Portionsgrößen nicht eingeschränkt sind, solltest du es vermeiden, dich zu überessen. Iss langsam und kaue gründlich, so bekommst du wieder ein Gefühl dafür, wann du wirklich satt bist. Dazu gehört auch, dass du sehr sparsam mit Gewürzen, vor allem Salz umgehst. Eine Überwürzung führt dazu, dass dein natürlicher Appetit durcheinander kommt und du mehr isst als du eigentlich willst. Beschränke dich auf drei Mahlzeiten und halte dich an die vorgegebenen zeitlichen Einschränkungen bezüglich Abendessen und Rohkost.

Fehler, die du beim Basenfasten vermeiden solltest

Beim Basenfasten ist viel erlaubt. Es gibt aber auch viel, was du falsch machen kannst. Hier kommen ein paar Einschränkungen, häufige Fehlerquellen und Tipps, wie du deine Basenfastenkur erfolgreich absolvierst:

  • Iss nicht mehr als drei Mahlzeiten täglich, vermeide Zwischenmahlzeiten und zu häufige Snacks.
  • Das Abendessen sollte nicht zu spät stattfinden, bis 18 Uhr ist die Grenze. Halte dich an die vorgegebene Zeit.
  • Zu fette, kalorienhaltige Speisen solltest du vermeiden, denn auch basische Lebensmittel können kalorienreich sein.
  • Iss langsam, aufmerksam und halte die Portionsgröße klein.
  • Achte darauf, genug sattmachende Ballaststoffe zu essen.
  • Vermeide zuckerreiche und koffeinhaltige Getränke, Fertiggerichte und Fast Food.
  • Fang an, auf deinen Körper zu hören und esse nur, wenn du hungrig bist. Nicht aus Langeweile, Frust, zur Entspannung, weil der Teller der Kinder leer werden muss, weil du immer um 16 Uhr einen Schokoriegel isst oder weil der Gastgeber auf der Party unbedingt möchte, dass du sein Tiramisu probierst.
  • Überprüfe vor einem Snack, ob du nicht eher Durst als Hunger hast, indem du ein Glas Wasser trinkst.
  • Schlafmangel und Stress wirken sich negativ auf deinen Körper aus und können das Basenfasten behindern.
  • Vergiss nicht, täglich eine Bewegungseinheit in deinen Tagesplan einzubauen.

Im Clip: Kann man dank Scheinfasten abnehmen?

Basenfasten: Hilft es wirklich?

Basenfasten lässt deinen Körper kräftig durchatmen. Nach einer Kur bist du wahrscheinlich einige Kilogramm los, hast mehr Energie und fühlst dich insgesamt besser. Die Alternativmedizin spricht sogar davon, dass chronische Erkrankungen wie Blähungen, Migräne oder Akne sich durch das Basenfasten verbessern können.

Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirksamkeit von Basenfasten allerdings nicht. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sagt zu dem Thema: "Weder die Existenz von Schlacken im Körper ist nachgewiesen noch die Annahme, dass säurebildende Lebensmittel den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stören." Ob du an die heilende Wirkung glaubst, bleibt also dir überlassen. Dass sich Basenfasten gut in den Alltag integrieren lässt und dir den Einstieg in eine gesunde Lebensweise erleichtern kann, sind positive Aspekte dieser Diät. Du nimmst zwar gesunde Lebensmittel zu dir, aber da Milchprodukten und Getreide komplett fehlen, solltest du das Basenfasten nicht zu lange machen, damit kein Nährstoffmangel entsteht. Es spricht aber nichts dagegen, über einen kurzen Zeitraum im Körper ein wenig aufzuräumen. Dann ist auch wieder Platz für die ein oder andere Kalorien-Sünde.

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