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Entschlackungskur: Der Plan für 1 Woche Entgiftung

Den Darm entlasten, das Immunsystem auf Vordermann bringen - wer seinen Körper entgiften möchte, braucht eine Entschlackungskur: Eine Woche wird empfohlen. Reichhaltige Nahrung wird laut Plan durch leichte Kost ersetzt. Um durchzuhalten, braucht es eine Anleitung und ein paar Rezepte. Mehr dazu hier, im SAT.1 Ratgeber.

02.04.2003 10:00 | 4:20 Min |

Anleitung für eine Woche Entschlackungskur

Sie ernähren sich gesund und machen viel Sport, leiden aber immer wieder unter Infekten? Schuld daran ist vermutlich ein schwaches Immunsystem. Eine Entschlackungskur, die sich an den Mayr-Kur-Plan anlehnt, ist da genau das Richtige. Bei der Mayr-Kur - benannt nach ihrem Erfinder, dem österreichischen Arzt Franz Xaver Mayr - dreht sich alles rund um den Darm. Ein Entschlackungskur-Plan soll dafür sorgen, dass der Darm von Grund auf saniert wird und so der Gesundheit zugutekommt. Bei der Kur handelt es sich nicht um eine Diät im klassischen Sinne. Nichtsdestotrotz nutzen viele sie nicht nur zum Entschlacken, sondern auch zum Abnehmen. Ein paar Kalorien pro Tag sind natürlich trotzdem erlaubt während der Entschlackung - Kur hin oder her!

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich auch geistig eine Auszeit zu nehmen, denn bei jeder Form des Fasten spielt eine gute seelische Verfassung eine wichtige Rolle. Während des Urlaubs im Hotel oder auf Geschäftsreise ist kein guter Zeitpunkt für eine Entschlackungskur. Wer es einrichten kann, bleibt am besten für die komplette Woche zuhause und entschlackt ganz ohne Arbeitsstress. Wenn Sie arbeiten müssen, beginnen Sie die Kur am besten am Freitag. So können Sie sich über das Wochenende hinweg langsam an die Schonkost gewöhnen.

Der erste Tag: Start des Fastens

Los geht's mit der Entschlackungskur! Eine Woche lang wird nun der Körper gereinigt. Für die ersten drei Tage gilt das Prinzip der Entlastung. Am ersten Tag ist nur ganz leichte Kost erlaubt. So soll sich der Magen an die Kur gewöhnen. Genussmittel wie Koffein, Nikotin oder Alkohol sollten Sie ab jetzt komplett vermeiden. Denn wer fastet, sollte seinen Körper so wenig wie möglich mit Giftstoffen belasten. Denn sonst klappt die Entschlackungskur nicht richtig.
Während sie fasten, hat der Körper das Sagen. Wer sich müde und schlapp fühlt, darf sich ausruhen, wer unternehmungslustig ist, sollte dies ausnutzen. Auch Sport dürfen Sie während der Fastenzeit treiben. Wie lange und wie häufig trainiert wird, muss dabei jeder selbst entscheiden.

Zweiter und dritter Tag der Entschlackungskur

Am zweiten Tag geht's richtig los. Besorgen Sie sich in der Apotheke probiotische Bakterienkulturen, mit denen Sie die Darmflora stärken können. Die Anleitung ist denkbar einfach, denn Sie müssen die Kulturen nur anrühren und trinken. Am dritten Tag der Entschlackungskur folgt dann ein Löffel Glaubersalz, das Sie in Wasser auflösen und schlucken. Das Salz soll den Darm während der Kur von Giftstoffen befreien. Außerdem wichtig laut Plan: drei Liter Flüssigkeit zusätzlich. An einem normalen Tag sollte ein Erwachsener im Durchschnitt 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Während der Entschlackungskur sollte es aber deutlich mehr sein. Die Flüssigkeit hilft der Niere beim Entschlacken und dämpft außerdem das Hungergefühl, ähnlich wie mach auch das Abnehmen durch Wasser unterstützen kann.

Die weiteren Tage: Massage, Wasser, Sport

Tag vier startet mit einer Trockenmassage. Dafür mit einem Luffa-Handschuh über die Haut reiben. Das regt die Durchblutung an und macht richtig wach. Ansonsten gilt auch für Tag vier bis sieben der Entschlackungskur: Trinken Sie mindestens drei Liter Wasser pro Tag. Sport unterstützt das Fastenprogramm zusätzlich, mit Bewegung können Sie den Stoffwechsel anregen und damit auch die Ausscheidung von Giften fördern.

Die Zeit nach der Entschlackungskur

Das einwöchige Fasten ist ein wichtiger Schritt, um die Darmflora aufzubauen. Die Bakterienkulturen sollten Sie aber auch danach noch für weitere eineinhalb Monate einnehmen, damit sich die guten gegen die schlechten Keime durchsetzen können.

Die richtigen Methoden und Ziele

Bei der Entschlackungskur geht es ganz wesentlich um die Pflege der Darmflora. Eine gesunde Darmflora stärkt das Immunsystem und bringt die Verdauung in Schwung. Damit die Darmflora gesund bleibt, sollte der Darm regelmäßig möglichst vollständig entleert werden. Deswegen wird bei verschiedenen Formen des Fastens oder auch beim Abnehmen zur Einnahme von Abführmitteln geraten. Das ist allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen. Die Kilos, die Sie während der Entschlackungskur abnehmen, verschwinden übrigens nicht auf Dauer. Kurze Zeit später werden Sie vermutlich wieder zunehmen. Daher sollte Gewichtsreduktion nicht das oberste Ziel sein.

Rezeptideen für die Entschlackungskur

Für Ihre Entschlackungskur gibt es viele Rezepte, die lecker und trotzdem schonend sind. Mixen Sie sich zum Frühstück beispielsweise einen Karotten-Mandel-Saft aus Möhren und ein wenig Mandelmus. Hierfür nur die Karotten entsaften und mit dem Mus pürieren. Auch sehr lecker ist Apfel-Nuss-Müsli mit Sultaninen und einer frischen Mandarine.

Zum Mittag könnte dann zum Beispiel ein Diät-Rezept wie Feldsalat mit Karotten und Sonnenblumensprossen auf dem Entschlackungskur-Plan stehen. Einfach Salat und Karotten waschen, Möhren raspeln und beides mit einer Vinaigrette aus Walnussöl, Sesamsalz und Zitronensaft würzen. Zum Schluss kommen die Sonnenblumensprossen dazu.

Auch abends gibt es viele Möglichkeiten während der Entschlackungskur. Eine Woche hungern müssen Sie vor dem Zubettgehen sicher nicht. Bereiten Sie sich zum Beispiel schmackhaftes Lauch-Shiitake-Gemüse zu, indem Sie die Pilze in etwas Olivenöl anbraten, Lauchringe dazugeben und mit Kräutersalz und Pfeffer würzen. Pellkartoffeln als Beilage sind ebenfalls erlaubt.

Achten Sie beim Kochen möglichst darauf, Lebensmittel ohne Geschmacksverstärker zu verwenden. Der Klassiker: Brühwürfel. Stattdessen lieber aus frischem Gemüse selber Brühe kochen oder die Speisen mit Wasser strecken und einfach mit Salz und Pfeffer würzen.

Die härtere Alternative: Vierwöchige Entschlackungskur

Eine Woche leichtes Fasten ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Laut dem vierwöchigen Entschlackungskur-Plan von Franz Xaver Mayr soll in den ersten beiden Wochen vor allem viel Flüssigkeit getrunken werden. Die einzig feste Nahrung in der ersten Woche: Brötchen. Jeder Bissen soll dabei 50 Mal gekaut werden, um sich so eine bewusste Essweise anzugewöhnen. Dazu sind bei der Mayr-Kur einige Löffel Joghurt erlaubt.

Während der gesamten Kur sollten Entschlackungswillige eine halbe Stunde vor dem Frühstück eine Bittersalz-Lösung zu sich nehmen, um den Darm zu reinigen. Ein Löffel Basenpulver, aufgelöst in Wasser, soll außerdem der Übersäuerung des Magens vorbeugen. Zusätzlich müssen über den Tag verteilt drei Liter Wasser getrunken werden. Pickel und andere Hautunreinheiten sind in dieser Zeit nicht ungewöhnlich, da der Körper sichtlich entschlackt. Um die Entgiftung zusätzlich anzuregen, wird von fachkundigen Ärzten eine spezielle Massage am Bauch durchgeführt. Sport ist während dieser Mayr-Kur tabu.

Ab der dritten Woche stehen neben Brötchen auch leichte Gemüsesuppen auf dem Speiseplan. Um den Darm mit der festen Nahrung nicht zu überfordern, ist es wichtig, das Gemüse zu pürieren. Insgesamt sollte diese längere Form der Entschlackungskur drei bis vier Wochen dauern.

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