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Superfood zum selber anbauen

Nährstoff-Wunder: Mit diesen Tipps pflanzt du die angesagten Microgreens ganz einfach selber an!

  • Aktualisiert: 07.07.2023
  • 13:10 Uhr

Das Wichtigste in Kürze

  • Microgreens (auch Mikrogrün, Grünkraut oder Blattgrün genannt) sind junge, essbare Keimpflanzen, die du selbst in nur wenigen Tagen auf deiner Fensterbank anbauen kannst.

  • Die Keimlinge von Gemüse- und Kräuterpflanzen gelten dank diverser gesundheitlicher Benefits als das neue Superfood.

  • Mit diesen Tipps pflanzt du Microgreens ganz einfach selber an.

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Microgreens sind der neueste Superfood-Trend aus den USA. Auch wenn man sich unter dem Namen "Microgreens" erstmal wenig vorstellen kann, ist der Hype bei uns gar nicht so unbekannt. In Keimlingen wie Kresse stecken bekanntermaßen jede Menge Vitamine, Nährstoffe und Mineralien. Jetzt kommen auch andere Keimlinge als Microgreens auf deinen Teller.

Was sind Microgreens?

Das Wort Microgreens lässt erstmal an Experimente und Reagenzgläser denken. Doch damit hat das Superfood nichts zu tun. Tatsächlich handelt es sich um junge, essbare Keimpflanzen, die mindestens für eine Woche gewachsen sind und zwei bis drei Blätter gebildet haben.

"Micro" beschreibt lediglich die Größe der Pflanzen, die noch recht klein sind. "Greens" steht für die ganze Vielfalt der Pflanzen. Und davon gibt es reichlich. Keimlinge haben einen besonderen Geschmack, der von sehr intensiv und pfeffrig über mild und erfrischend bis hin zu süßlich reicht. Jedoch geht das Aroma beim Erhitzen schnell verloren, deswegen solltest du Microgreens erst kurz vor dem Verzehr als Topping auf warme Gerichte streuen. Besonders beliebt sind die vielfältigen Keimlinge als Ergänzung für Salate, als Vitaminbomben in Wraps und Smoothies, als schicke Deko auf Suppen und als Extrakick auf kreativ belegten Broten. Aber auch als Dessert machen kleine Kresseblättchen auf Pfannkuchen ganz schön was her.

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Welche Microgreens gibt es?

Der wohl bekannteste Vertreter der Microgreens ist die Kresse. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer Pflanzen, die sich als Microgreens zum Verzehr eignen: Zum Beispiel Radieschen, Spinat, Senf, Rotkohl, Brokkoli, Rettich, Sonnenblumen, rote Linsen, Dill oder Schnittknoblauch.

Wusstest du, dass du Rettich und Chinakohl auch einlegen kannst? Mit diesem einfachen und würzigen Rezept für Anfänger kannst du Kimchi einfach selbst machen. Probiere es mal aus!

Microgreens sind nicht nur Kresse, sondern auch eine Vielzahl an anderen Superfoods.
Microgreens sind nicht nur Kresse, sondern auch eine Vielzahl an anderen Superfoods.© adobe stock/Dmytro

Was ist der Unterschied zwischen Microgreens und Sprösslingen?

Sprossen sind sozusagen die Kinderversion der Pflanzen, während Microgreens bereits die erwachsene Variante darstellen. Aus Samen werden Sprossen und aus Sprossen werden Microgreens. Sprossen sind schon nach wenigen Tagen erntereif, bei Microgreens musst du etwa eine Woche warten.

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Was ist dran am Hype um Microgreens?

Ernährungstrends und Superfoods kommen und gehen. Microgreens gelten als supergesund und sind bei uns gar nicht so unbekannt. Schließlich hat jede:r schon einmal in der Schule Kresse angebaut. Es handelt sich also eher um ein Revival als um einen neuen Trend.

Tatsächlich enthalten die Minipflanzen höhere Konzentrationen bestimmter Vitamine und sogar Proteine als die gleiche Menge der ausgewachsenen Pflanze. Schließlich braucht der Sprössling die geballte Energie als Starthilfe. Neben Chorophyll und Vitamin C, die wahre Immunbooster sind (ähnlich wie Zitronenwasser oder Ingwer Shots), sind die Blättchen reich an B-Vitaminen (gut für die Augen) und Vitamin A (gut für Haut und Augen). 

Einziges Manko: Microgreens enthalten keine Pflanzenfasern, die der Körper als Ballaststoffe braucht. Sie unterstützen die Verdauung, halten den Darm gesund und sorgen für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Für eine Extraportion Vitamine sind Microgreens also durchaus geeignet, ein Ersatz für Obst und Gemüse sind sie aber auf keinen Fall.

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Sind Microgreens gefährlich?

Microgreens können mit Salmonellen oder Listerien verunreinigt sein. Deshalb solltest du abgepackte Produkte aus dem Supermarkt möglichst zeitnah aufbrauchen und vor dem Verzehr gut abspülen. Schwangere, Kleinkinder und immungeschwächte Personen sollten vorsichtshalber auf den Verzehr von Microgreens verzichten.

Microgreens kaufen oder selbst anbauen?

Fertige Microgreens sind oft sehr teuer. Eine Handvoll kostet etwa 3 Euro und ist schnell verbraucht. Microgreens selbst anzubauen ist dagegen ganz einfach. Und es lohnt sich. Nicht umsonst sind Microgreens in der Urban-Gardening-Szene sehr beliebt. Die Pflänzchen lassen sich in der Stadtwohnung platzsparend, pflegeleicht und ertragreich anbauen.

Einmal abgeerntet neigen Microgreens dazu, schnell zu faulen. Das gilt vor allem für die fertig gezogenen Microgreens aus dem Supermarkt. Also lieber selbst pflanzen und nach Bedarf ernten.

Auch die Preise für das Saatgut schwanken stark. Je nach Anbieter und Pflanzenart kosten 100 Gramm zwischen 2 und 15 Euro. Wer aber eher zur günstigeren Variante greift, kann mit wenig Geld viel für seine Gesundheit tun.

Microgreens kannst du ganz einfach auch ohne Balkon, bei dir auf der Fensterbank anbauen.
Microgreens kannst du ganz einfach auch ohne Balkon, bei dir auf der Fensterbank anbauen.© Pixel-Shot - stock.adobe.com
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Wie baut man Microgreens an?

Für Anfänger:innen eignen sich besonders Microgreens wie Erbsen, Rettich, Kohlsorten oder Radieschen. Sie sind äußerst pflegeleicht und du kannst wenig falsch machen. Wer Kinder in das Micro-Gärtnern einbeziehen möchte, sollte sich an Microgreens halten, die milder im Geschmack sind, wie Erbsen und Sonnenblumen.

Sind die Sorten ausgewählt, kann es auch schon losgehen. Zunächst wird Anzuchterde in eine Schale oder einen Blumentopf gefüllt. Dann werden die Samen relativ dicht in die Erde gesät. Wichtig für die Microgreens ist, dass sie immer feucht gehalten werden und an einem warmen, hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen. Ideal ist die Fensterbank. Je nach Sorte sind die Microgreens nach etwa sieben bis zehn Tagen erntereif. Dann werden sie einfach abgeschnitten, einmal abgespült und sind bereit, dein Essen aufzupeppen (z.B. auf deinem selbstgebackenen Brot, mit einem leckeren Aufstrich).

Tipp: Du kannst die Anzuchtgefäße nach dem Aussäen dunkel abdecken, bis die Samen nach einigen Tagen gekeimt sind. Dadurch bilden die Keimlinge besonders lange Stängel. Die Ausbeute wird erhöht und das Ernten erleichtert. Nach einigen Tagen solltest du die Abdeckung entfernen, damit die Microgreens ergrünen können.

Wie du Gemüse und Kräuter auf der Fensterbank anbauen kannst, erklären wir hier. Außerdem: So kannst du Kräuter schneiden, ohne dass sie Schaden nehmen.

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