Grippe nicht auf die leichte Schulter nehmen

Jedes Jahr erkranken zahlreiche Menschen an Grippe, einer ernsthaften Atemwegserkrankung, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Oft ist den Betroffenen nicht klar, wie ernsthaft sie erkrankt sind. Sie verwechseln die Symptome der Grippe mit einer schwereren Erkältung und nehmen die Beschwerden zunächst nicht ernst. Deshalb sollte man vor allem die Unterschiede der beiden Erkrankungen genau kennen, um zu wissen, wann es richtig ernst wird.

Impfung rettet Leben

Experten empfehlen Risikogruppen jährlich eine Grippe-Impfung. Dazu gehören die über 60-Jährigen, Schwangere, Heranwachsende und Personen, die beruflich viel Kontakt zu anderen Menschen haben. Im Idealfall erfolgt die Impfung im Oktober oder November und wird von der Krankenkasse bezahlt. Nebenwirkungen sind kaum zu erwarten. Nur in wenigen Einzelfällen kann es zu Hautirritationen, Schmerzen und Erschöpfung kommen. Die Symptome klingen aber für gewöhnlich von allein wieder ab. Dafür ist man danach auch ein Jahr lang vor der Grippe geschützt.

Antibiotika und die Grippe

Und was, wenn es einen doch erwischt hat? Wer sich ansteckt, kann durch eine Reihe von Hausmitteln den Körper stärken. Eine starke Hühnersuppe hat schließlich noch nie geschadet. Heiße Getränke wie Tees erleichtern dem Körper das Schwitzen bei Fieber und wirken dank einer Reihe von Zutaten wie Ingwer antibakteriell. Man sollte von einfachen Mitteln aber keine Wunder erwarten, wenn die Grippe zugeschlagen hat.

Falls Hausmittel allein nicht ausreichen, ist es wichtig, dass man sich die richtigen Medikamente aus der Apotheke besorgt. Viele sehen Antibiotika als Allheilmittel an und glauben, man könne auch eine Grippe mit dem Medikament behandeln. Das stimmt aber leider nicht. Antibiotika helfen nur bei Bakterien, gegen Viren sind sie hilflos. Der Grund, warum an einer Grippe Erkrankte immer wieder auch Antibiotika von ihrem Arzt verschrieben bekommen, liegt darin, dass mit der Grippe häufig auch eine bakterielle Infektion einhergeht. Wichtig ist es zu wissen, dass eine Grippe etwas völlig anderes ist als eine harmlose Erkältung. Ärztlicher Rat ist bei einer Infektion mit dem Influenza-Virus unbedingt erforderlicht.

Kann ich der Grippe aus dem Weg gehen?

Zumindest kann man die Wahrscheinlichkeit reduzieren, mit den Grippe-Viren in Kontakt zu geraten. Das ist aber nicht leicht. Abstand halten lautet die Devise, wenn man auf kränkelnde Kollegen oder Freunde trifft. Das bringt jedoch nicht immer etwas. Denn wenn der Erkrankte niesen muss, fliegen die Viren bis zu zwölf Meter weit.

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