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Angeberwissen über Rhabarber

Vom Heilmittel zum Trend-Gemüse: Alles, was du über Rhabarber wissen musst

  • Aktualisiert: 13.08.2023
  • 11:43 Uhr
  • Sarah Matthias

Wenn Rhabarber Saison hat, gibt es für viele Fans des Gemüses kein Halten mehr. 2022 wurden während der Rhabarberzeit deutlich über 26.000 Tonnen der Stangen geerntet. Was du alles über das ehemalige Heilmittel wissen musst - außer, dass es super lecker schmeckt -, liest du hier.

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Rhabarber - ein kleiner Lebenslauf

Ursprünglich stammt Rhabarber aus Asien - unter anderem die Himalajaregion wird ihm als Herkunftsort zugeordnet. Dort wurde die Pflanze als Heilmittel genutzt, z.B. gegen Verstopfungen. Obwohl nur die Stängel ohne Bedenken genießbar sind, wurden dafür die getrockneten Wurzeln verwendet.

In Rezepten für Desserts, Kuchen oder Säfte setzen wir ausschließlich auf die länglichen, roten Stangen des Rhabarbers. Und die sind sehr gesund. Neben wenig Kalorien (20 Kalorien, auf 100g Rhabarber), enthalten sie viel Vitamin C, Mineral- und Ballaststoffe. Außerdem hat Rhabarber als Extrakt eine entzündungshemmende Wirkung und soll bei Wechseljahresbeschwerden helfen.

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Wann hat Rhabarber Saison?

Die Rhabarberpflanze ist eine sehr robuste und mehrjährige Pflanze, die bei richtiger Pflege nur so aus dem Boden schießt. Nach dem ersten Einpflanzen sollte man zwar rund drei Jahre bis zur ersten Ernte warten, doch dann hast du eine reiche Ausbeute.
Die Hauptsaison des Gemüses ist von ca. März/April bis zum Johannistag am 24. Juni. Dann endet übrigens auch die Spargelsaison. Darüber hinaus sollte der herkömmliche Rhabarber auch nicht geerntet werden, da er mit zunehmender Reifung auch mehr potenziell nierenschädigende Oxalsäure bildet.

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Welche Sorten von Rhabarber gibt es und was ist der Unterschied?

Die gängigsten Rhabarbersorten sind die mit rotem und die mit grünem Fruchtfleisch. Neben der Farbe unterscheiden sie sich vor allem im Geschmack. Die rotfleischigen Arten enthalten weniger Oxalsäure, wodurch sie etwas milder schmecken. Deshalb müssen sie auch fast nicht oder nur grob geschält werden.

Zu den roten Sorten gehören unter anderem:

  • Canada Red
  • Elmsjuwel
  • Elmsfeuer
Wenn sowohl die Schale als auch das Fruchtfleisch des Rhabarbers rot sind, ist der Geschmack besonders mild.
Wenn sowohl die Schale als auch das Fruchtfleisch des Rhabarbers rot sind, ist der Geschmack besonders mild.© Brent Hofacker - stock.adobe.com

Die grünfleischigen hingegen schmecken saurer und müssen vor der Verarbeitung geschält werden. Entscheidend ist hierbei wirklich die Farbe des Fruchtfleisches und nicht nur die der Schale, denn es gibt auch Rhabarbersorten mit roter Schale und grünem Fruchtfleisch. Auch wenn die im Verhältnis zu den grünen etwas milder schmecken, sind doch die Stangen mit rotem Fruchtfleisch noch einmal weniger sauer.

Zu den grünen Sorten gehören unter anderem:

  • Frambozen Rood
  • Esta
  • Early Green
Je mehr Grün in den Stangen und dem Fruchtfleisch des Rhabarbers steckt, desto saurer ist der Geschmack.
Je mehr Grün in den Stangen und dem Fruchtfleisch des Rhabarbers steckt, desto saurer ist der Geschmack.Надія Коваль - stock.adobe.com

Ja, die allermeisten Rhabarbersorten sollten nicht mehr nach dem 24. Juni geerntet werden. Eine Ausnahme bilden die sogenannten ganzjährigen Sorten. Diese bilden immer neue Blätter und können deswegen über den gesamten Sommer - teilweise sogar bis in den Herbst hinein - geerntet und verzehrt werden.

Zu den dauerhaft tragenden Sorten gehören unter anderem:

  • Livingstone (Erntezeit von Mai bis Oktober)
  • Emodi-Rhabarber (schmeckt nach Apfel)
  • Glaskins Perpetual (wenig Oxalsäuregehalt)
Wer Rhabarber über den Sommer bis in den Herbst hinein selbst ernten möchte, sollte auf die Sorte achten.
Wer Rhabarber über den Sommer bis in den Herbst hinein selbst ernten möchte, sollte auf die Sorte achten.© goldbany - adobe stock
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5 Fun Facts über Rhabarber

  1. Rhabarber gehört, entgegen vieler Diskussionen, botanisch gesehen zu den Gemüsesorten. Der US Supreme Court deklarierte das Gemüse in einem Gerichtsurteil von 1947 allerdings als Obst, da darauf weniger Zölle erhoben wurden als auf Gemüse.
  2. In einem Gebiet in Großbritannien, zwischen Leeds, Bradford und Wakefield, liegt das sogenannte "Rhubarb Triangle". In diesem Gebiet wird Rhabarber bewusst im Dunklen angepflanzt und bei Kerzenschein geerntet. Durch das fehlende Sonnenlicht werden die Stängel weniger sauer. Außerdem kommt aus dem Gebiet in West Yorkshire der größte Teil des Rhabarbers, der in Großbritannien verzehrt wird.
  3. Erst im 19. Jahrhundert fand das Gemüse seinen Weg nach Europa. Hier gewann es zudem erst an Popularität, als der Preis des Zuckers zurückging, da der Rhabarber ungesüßt doch sehr sauer ist. Logischerweise sank die Beliebtheit des Rhabarbers in Zeiten, in denen der Zucker wiederum teurer wurde, wie z.B. während eines Krieges.
  4. Rhabarber kann bei richtiger Pflege und Haltung (fast) so groß werden wie du. Eineinhalb bis zwei Meter kann die Pflanze in die Höhe schießen.
  5. Die Blätter von Rhabarber können hervorragend als natürliche Düngemittel für Pflanzen verwendet werden.

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